20.11.2013

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European Bioplastics: Vorteile von Biokunststoff-Tüten nicht ausreichend erfasst

Der Vorschlag der Europäischen Kommission, mit dem Ziel, den Konsum von Kunststofftüten in der EU zu reduzieren, soll einen wichtigen ersten Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Wirtschaft darstellen. Dies habe am 19.11.2013 die Deutsche Umwelthilfe in einer Pressekonferenz zum Thema Kunststofftüten bestätigt. European Bioplastics, der Verband der europäischen Biokunststoffbranche, unterstützt die Initiative der EU ebenfalls, sieht jedoch Vorteile von Biokunststoff-Tüten nicht ausreichend durch die Deutsche Umwelthilfe erfasst.

"Einige Irrtümer oder veraltete Sachverhalte über Tüten aus Biokunststoff sind nach wie vor im Umlauf", so Hasso von Pogrell, Geschäftsführer von European Bioplastics. "Es gibt biobasierte, nicht biologisch abbaubare Tüten, die mechanisch recyclingfähig sind und zu einem hohen Anteil auf erneuerbaren Rohstoffen basieren. Wir reden hier von mindestens 50 Prozent Biomasseanteil der Tüten und in vielen Fällen weit mehr. Mit Bezug auf biobasierte, biologisch abbaubare beziehungsweise kompostierbare Tüten gibt es aktuelle Studien von deutschen Experten, die zeigen, wie Biokunststoff-Tüten in Kompostierungsanlagen abbauen - mit Erfolg und im gewünschten Zeitrahmen."

European Bioplastics unterstützt nach eigenem Bekunden generell legislative Maßnahmen, die den Konsum von Kunststofftüten senken sollen. Flexibilität für Handel und Verbraucher müssten jedoch gewährleistet und die umwelttechnischen sowie entsorgungstechnischen Vorteile von Biokunststoffen sollten offen anerkannt werden.

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