14.08.2015

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Evonik: Laserverschweißtes Aktuatorgehäuse aus PPA geht in Serie

Waste-Gate-Aktuatoren steuern den Gasstrom im Inneren eines Turbo­laders. Das Gehäuse der neuen Waste-Gate-Aktuatoren-­Serie der Hella KGaA Hueck & Co. basiert auf "Vestamid" HTplus, dem Polyphthalamid der Evonik Resource Efficiency GmbH, Essen. Das Bauteil wird bei einer Temperatur von 160 Grad Celsius eingesetzt und widersteht laut Hersteller mühelos den anspruchsvollen Umgebungsbedingungen im Motorraum. Die Aktuatoren werden bei einem namhafter deutschen Automobilhersteller seit Oktober 2014 serienmäßig eingesetzt.

Das Aktuatorgehäuse besteht aus einem Gehäusekörper und einer Gehäuseabdeckung, die durch Laserschweißen miteinander verbunden werden. Möglich werde dies durch die unterschiedlichen Materialeigenschaften der Bauteile: Die Abdeckung besteht aus dem speziell entwickelten lasertransparenten "Vestamid" HTplus M1034, der Gehäusekörper aus dem laserabsorbierenden Typ "Vestamid" HTplus M1634. Gegenüber dem sonst üblichen Ultraschallschweißen habe das Laserschweißen gleich mehrere Vorteile: kein schädigender Einfluss auf innen liegende Elektronikbauteile, homogene, schmale Aufheizzone, hohe Schweißnahtfestigkeit und kein Schweißaustrieb ins Gehäuse.

Beide Gehäusebauteile sind mit 40 Prozent Glasfasern verstärkt und zeichnen sich laut Evonik neben der hohen Temperaturresistenz durch hohe Steifigkeit und Festigkeit, gute Dimensionsstabilität und sehr gute Chemikalienresistenz aus. Diese Kombination aus guten mechanischen und thermischen Eigenschaften verbunden mit der Laserverschweißbarkeit schätzt auch Udo Wallmeier, Materialexperte für Kunststoffe bei Hella: "Vestamid HTplus erfüllt alle Anforderungen, die wir für unsere Aktuator-Serien benötigen. Somit ist das Polyphthalamid von Evonik das ideale Material für unsere Anwendung."



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