24.07.2015

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Evonik: Spezialchemie-Unternehmen unterstützt Erforschung der Tiefsee

Die Evonik Industries AG unterstützt auch in den nächsten zwei Jahren die gemeinnützige Stiftung Rebikoff-Niggeler. Die seit 2013 bestehende Kooperation zwischen dem Spezialchemie-Unternehmen und der auf den Azoren beheimateten Stiftung wurde vorzeitig bis 2018 verlängert. Rebikoff-Niggeler betreibt eines der wenigen Tauchboote weltweit, die bemannt bis in eine Tiefe von 1.000 Metern vordringen können, um dort zu forschen. Zentraler Bauteil des U-Bootes "Lula1000" ist die Sichtkuppel aus "Plexiglas", die von Evonik hergestellt wurde.

Klaus Engel, Vorstandsvorsitzender von Evonik, begründet die Verlängerung der Unterstützung auf insgesamt fünf Jahre mit den in der Vergangenheit erzielten Erfolgen: "Die Rebikoff-Niggeler Stiftung hat sich einen sehr guten Namen in der Welt der Wissenschaft erarbeitet", sagte er, "Mit unserem nachhaltigen Engagement für diese Arbeit möchte Evonik dazu beitragen, dass der faszinierende und kostbare Lebensraum in der Tiefsee weiter erforscht werden kann."

Die Stiftung Rebikoff-Niggeler kooperiert heute unter anderem mit der Universität Köln, der Universität der Azoren und dem Deutschen Meeresmuseum in Stralsund. Zudem arbeitet sie aktuell an einer wissenschaftlichen Fernsehreihe der BBC über die Ozeane und die Tiefsee mit, die auch in Deutschland, Österreich und den USA gezeigt werden soll.

Das deutsche Ehepaar Kirsten und Joachim Jakobsen, das hinter der Stiftung steht, hat in den vergangenen Jahren vor den Azoreninseln Faial und Pico hunderte Stunden hochauflösender Aufnahmen aus der Tiefsee gesammelt und zahlreiche Proben genommen. Immer wieder gelang es ihnen dabei Arten zu dokumentieren, die kaum oder gar nicht bekannt waren. Zu ihren Entdeckungen gehört das einzig bekannte lebende Korallenriff der Azoren sowie eine mehr als 500 Jahre alte Tiefsee-Auster der Art Neopycnodonte zibrowii, die als ältestes lebendes Tier der Welt gilt. Das Hauptziel ihres Projektes, einen Riesenkalmar in seiner natürlichen Umgebung zu filmen, verfolgen sie mit Nachdruck. An der Lula1000 wurden spezielle Beleuchtungssysteme und eine Futterspritze angebracht, die den noch weithin unerforschten Riesen der Tiefsee anlocken sollen.

Eine zentrale Rolle bei der Erforschung der Tiefsee spielt bei diesen bemannten Erkundungsfahrten die Sichtkuppel aus "Plexiglas". Die Scheibe mit einem Durchmesser von 1,40 Meter wurde in einem speziellen Verfahren von Evonik gefertigt und in Form gebracht. "Plexiglas" gilt als nicht nur viel widerstandsfähiger als Glas, auch seine optischen Qualitäten sind besser. Das innovative Verfahren, das Evonik für die Kuppel der Lula1000 einsetzte, wurde weiterentwickelt und ist inzwischen bei den Produzenten von Tiefsee tauglichen Tauchbooten gefragt. Inzwischen ist auch das bemannte Forschungs-U-Boot Jago mit einer "Plexiglas"-Kuppel ausgestattet. Die Jago gehört zum GEOMAR, dem Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel. Auch der US-amerikanische Tauchbootbauer Triton setzt inzwischen "Plexiglas" Kugeln ein. Sie werden aus zwei Halbkugeln zusammengesetzt, die für das Auge fast unsichtbar mit einem von Evonik entwickelten Kleber verbunden werden.

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