29.08.2013

Evonik Industries AG

Evonik betreibt Pilotanlage für biobasierte Amino-Laurinsäure

Evonik Industries hat Anfang 2013 in Slovenska Lupca (Slowakei) eine Pilotanlage zur Herstellung von -Amino-Laurinsäure (ALS) in Betrieb genommen und macht damit den nächsten Schritt in der Herstellung nachhaltiger Hochleistungskunststoffe: Die biobasierte -Amino-Laurinsäure ist eine Alternative zum erdöl-basierten Laurinlactam (LL). ALS ersetzt das Monomer LL bei der Herstellung und führt zu einem identischen Polyamid 12 (PA 12). Die Pilot-Anlage ist das Resultat intensiver Forschungsarbeit und soll die Prozessentwicklung für den großindustriellen Maßstab vorantreiben.

Bei diesem weltweit einzigartigen Verfahren, dessen Entwicklung vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert wurde (Förderkennzeichen 0315205), handelt es sich um einen biotechnologischen Prozess, der auf nachwachsende Rohstoffe setzt: Als Ausgangsstoff dient Palmkernöl, das von Evonik bereits für verschiedene andere chemische Produkte als Basis eingesetzt wird. Langzeitig gesehen kann das völlig neue Verfahren die Butadien-basierte Produktion von PA12 ergänzen.

Nach der derzeitigen Planung einer zweiten konventionellen, erdöl-basierten Polyamid-12-Anlage in Singapur stärkt Evonik mit diesem Schritt erneut seine Position als einer der Weltmarkt- und Technologieführer in der PA12-Produktion. „Die neue, alternative Rohstoffbasis soll uns längerfristig unabhängiger machen von den begrenzten fossilen Ressourcen und unserer rückintegrierten Produktion ein zweites Standbein geben“, so Gregor Hetzke, Leiter des Geschäftsbereichs Performance Polymers bei Evonik.

Eine hohe Innovationskraft ist für Evonik ein Motor für profitables Wachstum und für die Stärkung führender Markt- und Techno¬logiepositionen. Im Jahr 2012 investierte Evonik 393 Millionen € in Forschung und Entwicklung, um Kunden und Partnern innovative Produkte, Lösungen und Methoden bieten zu können. Dies wird durch ein globales F&E-Netzwerk von rund 2.500 Mitarbeitern unterschiedlicher Fachrichtungen an mehr als 35 Standorten ermöglicht.

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