24.07.2013

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FH Südwestfalen: Projekt "Energiemanagement in der kunststoffverarbeitenden Industrie zur Steigerung der Energieeffizienz"

Energiemanagementsysteme (EnMS) bieten die Möglichkeit, unterschiedliche Messdaten in Bezug auf Energieumsätze von Produktionsstandorten zu erfassen. Durch die Transparenz der benötigten Energie im Produktionsprozess können Optimierungen zur Kostenminimierung und Steigerung der Wirtschaftlichkeit erarbeitet werden. Innerhalb der Kunststoffindustrie sind laut FH Südwestfalen EnMS bisher nicht verbreitet, obwohl der energieintensiven Verarbeitungsprozesse sehr große Optimierungspotentiale im Bereich der Maschinentechnik und Prozessführung bieten. Know-How für die Einrichtung, die Festlegung des benötigten Detaillierungsgrades sowie der Auswertung und Optimierung seien in vielen Unternehmen nicht vorhanden.

Die Fachhochschule Südwestfalen bearbeitet in Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg das Projekt "Energiemanagement in der kunststoffverarbeitenden Industrie zur Steigerung der Energieeffizienz", das vom Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Europäischen Union gefördert wird.

Innerhalb des Projektes soll der aktuelle Status quo der kunststoffverarbeitenden Industrie in NRW erfasst werden. Das Projekt hat das Ziel erstmalig ein standardisiertes Energiemanagementsystem zu entwickeln, mit dem es möglich sein soll, einzelne Prozessschritte in der Kunststoffverarbeitung mit ihrem Energieinput zu erfassen.

Ein EnMS soll am Institut für Produkt Engineering (IPE) installiert und eine Empfehlung für die prozessspezifische Einrichtung von EnMS erarbeitet werden. Hierbei werde speziell auf den benötigten Detaillierungsgrad, die Anforderungen und eine gezielte Auswertung und Optimierung eingegangen. Für die Nutzung dieses Know-Hows soll eine Benchmarking-Datenbank von der Effizienzagentur NRW erstellt werden, in der Firmen ihre Energieumsätze einstellen und anonym vergleichen können.

Mit dieser Datenbank sollen Unternehmen erstmals befähigt werden, ihre ökonomische und ökologische Effizienz branchenbezogen vergleichen zu können und Verbesserungspotentiale in Bezug auf die Ressourceneffizienz zu identifizieren. Dies unterstütze auf lange Sicht die Wettbewerbsfähigkeit der in NRW ansässigen Unternehmen und liefere durch die Senkung der Energieumsätze einen wichtigen Beitrag zu nachhaltiger, ökonomischer und ökologischer Produktion in der Kunststoffverarbeitung.

Im Rahmen des Projekts bittet die FH Südwestfalen Unternehmen aus NRW um Unterstützung durch die Teilnahme an einer kurzen Online-Umfrage (ca. 5-7 Minuten):
An der Umfrage teilnehmen

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