18/09/2013

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FKuR: Biokunststoff-Spezialist präsentiert neue Rohstoffe für Verpackungen

Beim diesjährigen Auftritt der FKuR Kunststoff GmbH auf der Fachpack dreht sich alles um "Biokunststoffe für innovative Verpackungen". Der Biokunststoff-Spezialist präsentiert bereits zum sechsten Mal seine biologisch abbaubaren und biobasierten Kunststoffe für die Verpackungsindustrie. Dabei sollen vor allem zwei Neuheiten vorgestellt werden.

Biobasierte Werkstoffe für Barriere-Verpackungen
Durch Verpackungen werden viele Produkte erst lagerfähig, transportierbar und gegen vielerlei Umwelteinflüsse geschützt. Mit Hilfe von Barriere-Folien ist es möglich, die Haltbarkeit von Lebensmitteln maßgeblich zu verlängern. Bisher konnten laut FKuR viele Biokunststoffe die hohen Anforderungen an die Barriere nicht erfüllen. Mit ihren maßgeschneiderten "Terralene"-Compounds präsentiert FKuR nun neue biobasierte Lösungen für den Lebensmittelsektor. Durch die sehr guten Barriere-Eigenschaften von "Terralene" sei möglich, auch feuchtigkeits- und sauerstoff-empfindliche Produkte in Biokunststoffen zu verpacken und ihre Lagerfähigkeit erheblich zu erhöhen.

"Terralene" basiert auf dem grünen Polyethylen (Green PE) der Braskem S.A. Zur Herstellung des Ethylens dient in diesem Falle nicht Erdöl, sondern der nachwachsende Rohstoff Zuckerrohr. Verpackungen aus "Terralene" und Green PE können laut Hersteller auf bestehenden Produktionsanlagen ohne Anpassungen hergestellt werden und sollen sich nach ihrem Gebrauch voll in bestehende Polyethylen-Recyclingströme integrieren lassen.

Kompostierbare Werkstoffe für Haushaltsfolien
Ebenfalls neu im Portfolio sind die Folientypen "Bio-Flex" F 1137 und "Bio-Flex" F 1138. Diese gemäß EN 13432 zertifiziert kompostierbaren Produkte sollen die hohen Anforderungen erfüllen, die an Haushaltsfolien gestellt werden. Die hohe Feuchtigkeitsbeständigkeit sorge dafür, dass anfallendes Wasser aus Speiseresten im Beutel verbleibe. Der heimische Biomüll lasse sich somit hygienisch sammeln und samt kompostierbaren Müllbeutel in der Biotonne entsorgen. Durch die unkomplizierte Sammlung und Entsorgung des im Haushalt anfallenden Biomülls seien Beutel aus "Bio-Flex" damit auch geeignet, die Sammelquote für Bioabfälle zu erhöhen.

Aufgrund der verbesserten Materialeigenschaften, insbesondere der erhöhten Weiterreißfestigkeit, könne die Dicke der Beutel weiter reduziert werden: Dicken von bis zu 10µm sollen sich problemlos realisieren lassen.

Tragetaschen aus "Bio-Flex" F 1138 finden in Italien bereits erfolgreich Anwendung. Als Tragetasche können sie mehrfach genutzt werden und im Anschluss daran zum Sammeln anfallenden Biomülls dienen.

Weitere Informationen: www.fkur.com, www.braskem.com.br

Fachpack 2013, 24.-26.09.2013, Nürnberg, Halle 7, Stand 334

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