09.08.2013

Technische Universität Dresden Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik

FOREL – BMBF-Leuchtturmprojekt für E-Fahrzeuge der Zukunft in Dresden gestartet

Die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) identifiziert „Funktionsintegrativen Systemleichtbau in Multi-Material-Design“ als eine Schlüssel- und Zukunftstechnologie, um Deutschland als Leitmarkt und Leitanbieter für die Elektromobilität zu etablieren. Bislang sind Erfahrungen zur großserienfähigen Auslegung, zur Herstellung und zum Recycling von Leichtbaustrukturen für die Elektromobilität an vielen Stellen in Deutschland weitgehend isoliert vorhanden. Ein neues vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Leuchtturmprojekt im Bereich der Elektromobilität ist am 01.07.2013 gestartet.

Das Forschungs- und Demonstrationszentrum für ressourceneffiziente Leichtbaustrukturen der Elektromobilität (FOREL) wird als national übergreifende, offene Plattform erstmals aktuelle Erkenntnisse auf dem Gebiet der Elektromobilität bündeln, systemische Forschungsansätze aufzeigen und elektromobilgerechte Leichtbausystemlösungen zielgerichtet in die industrielle Praxis überführen. So findet ein vorwettbewerblicher, projektbezogener Austausch aller beteiligten Partner und die systemische Koordination von Forschungsprojekten statt. Im Rahmen eines Technologiezentrums sollen die Entwicklungsergebnisse validiert und langfristig unterschiedliche Prozessketten zu einem umfassenden Prozessnetzwerk verknüpft werden.

Das Verbundvorhaben wurde durch das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik, ILK (Direktor: Prof. Werner Hufenbach) der Technischen Universität Dresden im Rahmen der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) mit Unterstützung der Arbeitsgruppe 5 Materialien und Recycling unter Leitung von Dr. Andreas Kreimeyer, Mitglied des Vorstands der BASF SE, Sprecher der Forschung, und Dr. Karsten Kroos, Vorsitzender des Bereichsvorstands der Business Area Components Technology der ThyssenKrupp AG, initiiert. „Als national übergreifende, offene Plattform wird diesem Leuchtturmprojekt auf dem Gebiet der Elektromobilität im internationalen Wettbewerb eine Vorreiterfunktion zukommen“, so PROF. DR. WERNER HUFENBACH.

FOREL wird als übergreifende Organisations- und Steuerungsschnittstelle unter Federführung des ILK eingerichtet. Universitäre Partner sind die Technische Universität Bergakademie Freiberg, die Technische Universität München und die Universität Paderborn. Industriepartner von FOREL sind u. a. Bühler, FRIMO, INPRO, Kirchhoff Automotive, Krauss Maffei, ThyssenKrupp und Volkswagen. Die Anschubfinanzierung wurde bei intensiver Industriebeteiligung für drei Jahre mit einem Gesamtvolumen von 20,3 Millionen EUR (Fördersumme 12,1 Millionen EUR) bestätigt. Im zweiten Halbjahr 2013 bzw. Anfang 2014 starten zunächst zwei prozesstechnologisch orientierte Initialisierungsprojekte auf dem Gebiet der Leichtmetall- sowie Stahl/Composite-Verarbeitung. Weitere Forschungsvorhaben werden in nachfolgenden Phasen aufbauend auf den FOREL-Forschungsergebnissen und identifizierten Defiziten zielgerichtet initiiert.

Ansprechpartner:
Prof. Dr.-Ing. habil. Prof. E.h. Dr. h. c. Werner Hufenbach
Tel.: 0351 463-38141
ilk@tu-dresden.de

Prof. Dr.-Ing. habil. Maik Gude (ILK, TU Dresden):
Tel.: 0351 463-38153
maik.gude@ tu-dresden.de

www.plattform-forel.de