29/09/2010

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FSK verleiht Innovationspreis Polyurethane 2010

Von attraktiven Skulpturen einer jungen Künstlerin bis hin zum Polyurethan-Fertighaus reichten die Bewerbungen um den Innovationspreis Polyurethan 2010. Seit 12 Jahren zeichnet der FSK innovative oder kreative Ideen von Nachwuchskräften rund um den Werkstoff Polyurethan mit dem Innovationspreis aus. Dabei wird zwischen Studenten- und Firmenpreisen unterschieden. Zahlreiche Ideen wurden bereits von der Industrie aufgegriffen und als Produkt für den Markt entwickelt.Zu den diesjährigen Preisträgern unter den Studenten und Nachwuchskräften gehören Hagen Ißbrücker mit seiner Einreichung "surface follows function" sowie die studentische Gruppenarbeit von Martin Kinner, Franz Lutz, Andreas Rutz, Artur Tsavenko und Lukas Wankel, unter Leitung von Professor Alexander Horoschenkoff, zum Thema "Schlagfeste Carbon-Skelettbauweise". Ißbrücker hatte eine der Krokodilhaut nachempfundene eckige Polyurethan-Noppenhaut erfunden, die in vielen Anwendungsbereichen, wie z. B. beim Surfbrett, angebracht werden kann und somit das Rutschen verhindert. Der dritte Preis ging an die Studentin Kerstin Sachs für eine therapeutische Bewegungs- und Lagerungshilfe für Kleinkinder.Strengere Kriterien wurden dagegen bei den Unternehmens-Preisen angesetzt. Die Innovation darf hier nicht nur eine Idee sein, sondern muss den Markteintritt bereits erreicht, zumindest aber die Projektphase abgeschlossen haben. Bereits in Produktion befindet sich z. B. das in Kooperation von KraussMaffei Technologies GmbH und LB Engineering GmbH entwickelte Verfahren zur Herstellung eines Polyurethan-Fertighauses. Zunächst für osteuropäische Märkte beeindruckte das Fertighaus durch das Konzept, den Kaufpreis und die neuen Elemente in der Fertigungstechnik. "Diese Häuser sind dazuhin ideal geeignet, in bestimmten Situationen wie Erdbeben schnell beim Wiederaufbau zu helfen und hochwertige Häuser zu liefern", blickte der FSK-Fachgruppenvorsitzende Polyurethane Dr. W. Alexander Strietholt bei der Übergabe der Urkunde in die Zukunft.Ähnlich zukunftsweisend sei auch das Zukunftskonzept Pure 1.0 eines reinen PU-Sport-Schuhs der BASF Polyurethanes GmbH zu sehen. "Das Konzept zeigt die moderne zukunftsweisende Kombination unterschiedlicher Polyurethan-Systeme für die Schuhindustrie auf." Auch wenn die Freizeitschuhproduktion in Deutschland insgesamt seit Jahrzehnten rückläufig sei, so gewinne der Arbeitsschuh durch die hervorragenden Eigenschaften und die Qualität seit Jahren wieder an Bedeutung. Dies sei u. a. der Verdienst des Werkstoffes Polyurethan und innovativer Schuhhersteller mit hochwertigen Produkten zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Jury zeichnete UVEX Arbeitsschutz GmbH für den "UVEX Motion Carbon-Schutzschuh" für die nachhaltige innovative Entwicklung zusammen mit dem PU-Systemanbieter Baysystems GmbH aus.Erik Raus nahm für die Kling GmbH den Innovationspreis für das Design von Präsentationsprodukten und für das Hohlraumverfahren von PU-Büsten und -Präsentationsteilen vor allem für Juweliere entgegen. Hübner GmbH und TEO Industriedesign GmbH erhielten den Firmenpreis für die Erfindung Terrasensa, einer neuen Anwendung von PU als künstlichem "Bodenbelag" für Therapie und Training. Die Bodenplatten lassen sich zu einer Bodenfläche mit besonderer für die Therapie geeigneter unebener Oberfläche zusammenlegen, um damit die Sensomotorik trainieren zu können.

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