13.07.2015

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FVH: Neues Werk zur Aufbereitung von PE-Folienabfällen in Schwerin

Die FVH Folienveredelung Hamburg GmbH und Co. KG errichtet derzeit in Schwerin ein neues Werk zur Nutzung wertvoller Polyethylene in Folienabfällen. Diese dienen der Herstellung hochreiner Polyethylen-Regranulate als Grundstoff für die Veredelung zu neuen Folien durch die verarbeitende Industrie. Der Startschuss für das neue Werk fiel beim Richtfest am 22. Juni in Schwerin, das mit über 120 Gästen aus der Politik und Wirtschaft zusammen mit Kunden und Geschäftspartnern gefeiert wurde.

Zum Einsatz kommt in dem neuen Werk das patentierte "Vecoplan HydroDyn"-Verfahren. Es ermöglicht laut Anbieter Vecoplan geschlossene, umweltschonende Kreisläufe mit extrem reduziertem Wasser- und Energieverbrauch und dabei einer maximalen, hochreinen Rohstoffrückgewinnung. Es entstehen demnach faktisch kaum Rejekte und Emissionen, da nahezu alle getrennten und gereinigten Stoffe wiederverwertet werden können (siehe auch plasticker-News vom 11.11.2014). Die Polyethylen-Regranulate sollen ab 2016 unter der Marke ecophoenixx auf den Markt gebracht werden. Sie und eignen zur Herstellung von Müllbeuteln, Verpackungs - und Agrarfolien.

100 neue Arbeitsplätze
Das Werk in Schwerin soll mit etwa 40 Mitarbeitern ab November 2015 jährlich rund 22.000 Tonnen Polyethylen aus Folienabfällen zu wertvollen Industrie-Rohstoffen veredeln. Ein zweiter Bauabschnitt mit einer Kapazität von weiteren 22.000 Tonnen soll 2017 den Betrieb aufnehmen. Insgesamt sollen am Schweriner Standort mittelfristig etwa 100 hoch qualifizierte Fachkräfte arbeiten.

Das Wirtschaftsministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) in Höhe von 6,8 Millionen Euro.

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