08.06.2011

Fachkräftelücke erreicht historischen Höchststand

Die Ingenieurlücke als Differenz aus offenen Stellen und Arbeitslosen hat im April 2011 einen historischen Höchststand erreicht. 68.700 Stellen konnten laut dem aktuellen VDI-/IW-Ingenieurmonitor nicht besetzt werden – so viele wie noch nie seit Beginn der Berechnungen im August 2000. Die Zahl der offenen Stellen lag bei 90.400 und erreichte damit den höchsten Wert seit zehn Jahren. Die starke Nachfrage nach Ingenieuren übertrifft den Vorjahresmonat um fast 60 Prozent. Die Arbeitslosigkeit sank erneut auf nunmehr rund 22.300 Personen.

Der Ingenieurmangel ist ein ernstzunehmendes Problem. Die Situation spitzt sich bereits seit Monaten zu. Der VDI fordert Unternehmen, Verbände und Politik daher auf, eine bundeseinheitliche Bildungsstrategie zu entwickeln. Teil dieser sollte vor allem verbindlicher Technikunterricht sein. Wenn wir jetzt nicht handeln, schadet der Ingenieurmangel der deutschen Wirtschaft“, so VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs. Bereits im Jahr 2010 betrug der Wertschöpfungsverlust der deutschen Wirtschaft 3,3 Milliarden Euro....