05.05.2010

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Ferromatik Milacron: Neue Mehrkomponentenmaschine fürs IKV

Der Spritzgießmaschinenbauer Ferromatik Milacron hat dem Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen eine neue Mehrkomponentenmaschine der Hochleistungs-Baureihe K-TEC zur Verfügung gestellt. Die K-TEC 200-2F mit 2.000 kN Schließkraft ist mit einer horizontalen und einer vertikalen Spritzeinheit der internationalen Größen 1.000 und 265 ausgestattet. Die Mehrkomponentenmaschine ist auch für das Sandwich- und das von Ferromatik Milacron entwickelte Monosandwichverfahren ausgelegt.

Unterstützung der Forschung im Bereich Mehrkomponententechnik
Die neue K-TEC 200-2F ersetzt beim IKV eine ältere Ferromatik Milacron Maschine der gleichen Baureihe. „Mit der Mehrkomponentenmaschine der neusten Generation möchten wir die Forschungstätigkeiten am IKV im Bereich der Mehrkomponententechnik sowie deren Varianten, dem Sandwich- und Monosandwichverfahren, unterstützen“, sagt Dr. Thorsten Thümen, Manager Process Engineering & Systems bei Ferromatik Milacron. „Mit der neuen Mehrkomponentenmaschine setzen wir die jahrelange gute Zusammenarbeit zwischen unserem Institut und Ferromatik Milacron fort“, sagt Institutsleiter Professor Walter Michaeli. Er bedankte sich sehr für die großzügige Förderung von Ferromatik Milacron.

Mit dem Sandwich- und dem Monosandwichverfahren können nach Angaben von Ferromatik Milacron Materialkosten des Spritzteils gesenkt werden durch die Verwendung von Recyklat im Kern. Beim Sandwichverfahren regelt ein Mischkopf das Einspritzen der beiden Spritzeinheiten. Das Monosandwichverfahren sei im Vergleich dazu einfacher und günstiger, da nur eine Spritzeinheit und ein Nebenextruder benötigt werden. In der Spritzeinheit wird das Kernmaterial plastifiziert. Der Nebenextruder fördert das Hautmaterial direkt in den Schneckenvorraum der Spritzeinheit, wobei beide Komponenten räumlich hintereinander lagern. Das Einspritzen erfolgt beim Monosandwichverfahren wie beim konventionellen Einkomponentenspritzgießen. Das Hautmaterial lagert sich gleichmäßig am äußeren Rand der Kavität, während das kostengünstige Kernmaterial das schmelzeflüssige Hautmaterial verdrängt und den Kernbereich bildet.

Weitere Informationen: www.ferromatik.com, www.ikv.rwth-aachen.de