Fokus auf die K 2013 – die Leistungsschau von Kunststoff und Kautschuk

Nur noch wenige Wochen, dann ist es wieder so weit. 3.100 Unternehmen der Kunststoff- und Kautschukindustrie aus 60 Ländern bereiten sich aktuell auf das für sie wichtigste Branchenevent vor: die Kunststoffmesse (K2013) in Düsseldorf, die turnusmäßig alle drei Jahre stattfindet und die 2013 vom 16. bis 23. Oktober ihre Pforten für das Fachpublikum öffnet. Messegesellschaft, Branchenvertreter und Aussteller warfen unlängst einen Blick voraus auf das große Ereignis im Oktober.

 
 

Ulrich Reifenhäuser, Unternehmer und Vorsitzender des Ausstellerbeirats der K2013

Während einige Wirtschaftsräume der Welt, Japan zum Beispiel, ein deutliches Wachstum verzeichnen, in den USA die Konjunktursignale eine leichte Besserung anzeigen und China trotz eines Rückgangs an einer Wachstumsprognose von plus sieben Prozent für 2013 festhält, verlaufe die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Europa weiterhin schwach. Für die Kunststoff- und Kautschukindustrie sei die momentane Lage uneinheitlich und schwierig zu bewerten, sagt Ulrich Reifenhäuser, Vorsitzender des Ausstellerbeirats der Kunststoffmesse K2013. Dennoch blicke die Branche zuversichtlich in die Zukunft: „Wir gehen von einem stabilen Jahr aus mit leichten Rückgängen oder leichten Zuwächsen“, meint der Unternehmer und ist überzeugt davon, dass von der K, der weltweit bedeutendsten Leitmesse der Kunststoff- und Kautschuk-Branche, wichtige Impulse ausgingen und das Geschäft neuen Schwung erhalte.

 
 

Werner Matthias Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf GmbH

Die positive Grundstimmung ist folglich verhalten, trotzdem deutlich spürbar: „Die Kunststoff- und Kautschukindustrie präsentiert sich im K-Jahr dynamisch, innovationsstark und zuversichtlich“, fasst Werner Matthias Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf, seine Eindrücke zusammen. Der Gastgeber der Kunststoffmesse ist zufrieden – mit Recht, wie die Zahlen belegen, schließlich sind die Ausstellungshallen bis auf den letzten Quadratmeter ausgebucht:

Auf einer zur Verfügung stehenden Nettoaus- stellungsfläche von rund 25 Fußballfeldern (170.000 Quadratmetern) trifft sich im kommenden Herbst in Düsseldorf die internationale Gemeinschaft der Kunststoff- und Kautschuk-Branche. „Nirgendwo auf der Welt ist die Rohstoff-, Verarbeitungs- und Anwendungstechnik in solch einer Bandbreite zu erleben wie auf der K“, freut sich der Vorsitzende der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf.

 
 

Maschinenbauer machen den Löwenanteil aus

Die Anbieter von Maschinen und Ausrüstungen (Halle 1-4, 9-17) belegen mit 119.000 Quadratmetern rund zwei Drittel der Ausstellungsfläche (5000 mehr als noch auf der K 2010) und bil-den somit die größte Gruppe der Aussteller, wie es auf der K Tradition hat, ergänzt Ulrich Reifenhäuser, selbst Aussteller unter anderem von Extrudern. Vorgestellt werde ein weltweit umfassendes Angebot an zukunftsweisenden Fertigungs-, Verarbeitungs- und Bearbeitungstechnologien. Schwerpunkte gesetzt würden vor allem in Kundennutzen, Energie-, Ressourcen- und Materialeffizienz. Die Live-Präsentationen auch komplexer Produktionseinheiten, die in den Hallen der Messe Düsseldorf montiert und in Betrieb genommen werden, seinen einzigartig in der Welt, sind Veranstalter und Ausstellervertreter überzeugt.

Mit optimierten Standardkunststoffen, Bio-, Spezial- und verstärkten Kunststoffen sowie neu entwickelten Strukturwerkstoffen und Funktionspolymeren werden sich die Hersteller von Roh-stoffen, Halbzeugen und technischen Teilen präsentieren (Halle 5-8a); bei der zweitgrößten Ausstellergruppe, die heuer rund 38.000 Quadratmeter (plus 3500 Quadratmeter im Vergleich zur K2010) und damit rund ein Fünftel der zur Verfügung stehenden Fläche belegen, stehen energieeffiziente und umweltschonende Produktlösungen im Mittelpunkt. Die Kautschukindustrie wiederum eröffnet durch das „Schaufenster der Gummibranche“ (Halle 6) den Blick auf aktuelle Entwicklungen im Bereich „Kautschuk und thermoplastische Elastomere“.

Apropos: Für alle an Elastomertechnik Interessierten hat die Messe Düsseldorf erstmals einen „Rubber & TPE Pocket Guide“ aufgelegt, der den Fachbesuchern einen dezidierten Überblick über die Aussteller bietet.

Rubber & TPE Pocket Guide
K 2013 - Auf einen Blick
 
 

Welt von Kunststoff und Kautschuk in Düsseldorf

Angemeldet haben sich laut Werner M. Dornscheidt rund 3.100 Aussteller aus 60 Ländern. Den Löwenanteil stellt Europa, angeführt von Deutschland mit 1.018 Ausstellern auf rund 66.000 Quadratmetern (QM) Ausstellungsfläche. Auf Rang zwei im Gesamtklassement folgt Italien (400 Aussteller/26.276 QM), China (342 Aussteller / 9.606 QM) belegt Platz drei. Österreichs 76 Aus-steller – zehn weniger als noch 2010 – belegen mit 8.120 QM etwas mehr Fläche als noch vor drei Jahren (8070 QM). Weiterhin verrät der Blick auf das vorliegende Zahlenwerk einige interessante Aspekte, wenngleich nicht immer der absolute Zahlenwert in den Fokus gerückt werden sollte.

 
 

Impressionen von der K 2010

Aus der Schweiz präsentieren bei dieser K2013 insgesamt 100 Aussteller ihr Produktportfolio auf rund 6.400 QM, bei der K2010 waren es nur 86 auf 6100 QM. Indien reist in diesem Jahr mit 143 Aussteller an (K2013: 122) und belegt 5.324 QM, rund 100 mehr als noch vor drei Jahren. Die Niederlande haben ihr Engagement in diesem Jahr im Vergleich zur K2013 erhört von 44 auf 57 Aussteller und einer Ausstellungsfläche von und 4.700 QM (4.200). Mit 110 ist die Zahl der US-amerikanischen Aussteller nahezu gleich geblieben, diese aber nutzen mit 5.360 QM rund 1.000 QM mehr Ausstellungsfläche. 96 Aussteller aus der Türkei (rund 4.000 QM) in diesem Jahre, stehen 70 (2.800 QM) zur K2010 gegenüber. Saudi-Arabien verdoppelt die Ausstellerzahl von drei auf sechs, gleichzeitig verfünffacht sich deren Ausstellungsfläche von 100 auf 500 QM. Ähnlich verhält es sich mit den beiden Ausstellern aus Neuseeland, die vermutlich die längste Anreise hinter sich bringen müssen. Und nicht zuletzt zu erwähnen ist: Erstmals (zumindest im Vergleich zur K2010) an der K nehmen Aussteller aus Lettland, Lichtenstein, Nigeria, Tunesien, der Ukraine, Weißrussland und Zypern teil.

 
 

K2013 als Spiegel der Weltwirtschaft

Für den Chef der Messe Düsseldorf spiegelt die Statistik der K2013 die Veränderungen auf dem Weltmarkt wider: „Während die Nettoausstellungsfläche der fünf größten asiatischen Ausstellernationen China, Taiwan, Indien, Japan und Südkorea sich 2010 noch auf 18.800 Quadratmeter belief, ist sie in diesem Jahr mit 25.000 Quadratmetern um ein gutes Drittel größer.“ Bemerkenswert sei auch, dass von der Finanzkrise stark gebeutelte Länder wie Griechenland, Spanien und Italien auf der K2013 eine stabile oder sogar noch größere Präsenz als noch vor drei Jahren zeigten. Ähnliches gelte für die USA. Hier habe sich die Zahl der Aussteller zwar nur unwesentlich vermehrt, deren Ausstellungsfläche aber wachse von 4.300 Quadratmetern (2010) auf 5.300 Quadratmeter (2013) an.

 
 

Bemerkenswerte Besonderheiten auf der K2013

Zwei Premieren auf der K2013 hebt Dornscheidt besonders hervor: „Unter dem Dach von Halle 7 präsentieren Hochschul- und Forschungsinstitute auf dem Science Campus der K2013 zu-kunftsweisende Themen.“ Ziel sei es, unter anderem den Dialog zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu intensivieren. Die Sonderschau „Kunststoff bewegt!“ wiederum böte einen wichtigen Ein- und Überblick hinsichtlich der globalen Funktionen und Anwendungen von Kunststoffen in den Bereichen Industrie, Wissenschaft, Medizin und Gesellschaft. Was es noch zu berichten und anzukündigen gibt? Hier ein kurzer Überblick:


• Das wichtige Innovationsthema Printed Electronics wird an vielen Ständen der K-Aussteller zu finden sein. Sowohl Drucktechnologien als auch Kunststoffe für funktionalisierte Oberflächen wie RFID-Lösungen, flexible Displays und OLEDs werden Fachbesuchern aus Verarbeiter- und Anwenderindustrien präsentiert werden. Eine spezielle Broschüre wird interessierte Besucher gezielt zu allen Ausstellern, die im Bereich Printed Electronics aktiv sind, führen.

• Um die Fülle der Neuentwicklungen noch besser auffindbar zu machen, zeigt der Innovation Compass den direkten Weg zu allen Highlights der Aussteller. Es handelt sich dabei um eine Suchmatrix für Innovationen, die bedeutende Verbesserungen oder gar grundlegende Veränderungen ermöglichen. Der Innovation Compass, der rund sechs Wochen vor der Messe unter www.k-online.de verfügbar sein wird, ermöglicht jedem Besucher die maßgeschneiderte Vorbereitung seines Aufenthalts im Düsseldorfer Messegelände.

• Noch hat die K 2013 in Düsseldorf nicht begonnen, doch im Internet unter www.k-online.de ist die Messe schon in vollem Gang. Bereits heute kann sich jeder informieren, was die K 2013 bieten wird, wer ausstellt, welche Länder wieder oder erstmals dabei sind, und mit welchen Neuheiten die Aussteller im Oktober aufwarten werden. Das vorläufige – täglich aktualisierte – Ausstellerverzeichnis ist nur ein Bestandteil des vielfältigen online-Angebotes.

• News aus der Branche, Neuigkeiten aus den Forschungsgebieten rund um Kunststoffe und Links zu Fachzeitschriften und wissenschaftlichen Instituten sichern dem User einen wichtigen Informationsvorsprung. Auf Wunsch kommen die Nachrichten rund um die K per elektronischem Newsletter auf den eigenen PC. Mit personalisierten Services wie dem persönlichen Notizbuch MyOrganizer, MyCalendar für online-Terminvereinbarungen und MyCatalogue für die Zusammenstellung des individuellen Messekatalogs bietet das K-Portal Nützliches zur Messevorbereitung.

• Ab sofort präsentieren sich die Aussteller der K 2013 mit ihrer Produktpalette und Informationen zum Unternehmen in der Ausstellerdatenbank. Sie unterstützt die Besucher optimal bei der Suche nach Firmen, Warengruppen und Produktinformationen. Und sollte doch eine Frage offen bleiben, gibt es das K-Matchmaking. Dieses online-Tool hilft allen, die spezielle Fragen an Aussteller haben oder ein Produkt mit ganz bestimmten Anforderungen suchen.

• Neu ist die Möglichkeit, sich direkt über‘s Internet das Ticket zur K 2013 zu kaufen und @home zu drucken. Unter www.k-online.de geht das ganz unkompliziert. Vorteil des eTickets ist vor allem der vergünstigte Preis: So wird die Tageskarte 49,- Euro kosten, vor Ort in Düsseldorf liegt ihr Preis bei 65,-Euro. Die Drei-Tages-Karte gibt es online für 108,- Euro, an der Tageskasse für 135,- Euro. Einen weiteren Nutzen bietet das vorab gekaufte Ticket: Bereits auf der Hinfahrt zum Messegelände ist es als kostenloser Fahrschein für alle Verkehrsmittel des öffentlichen Nah-Verkehrs zu nutzen.

• Mit der K-App sind alle wichtigen Informationen auch mobil verfügbar.

Zur K 2013 Düsseldorf werden rund 200.000 Fachbesucher aus aller Welt erwartet. Die Messe ist von Mittwoch, 16. Oktober, bis Mittwoch, 23. Oktober täglich von 10.00 bis 18.30 Uhr geöffnet. Wenn Sie wollen, schauen Sie doch einfach einmal vorbei und machen sich ein eigenes Bild vom dem, was die K2013 zu bieten hat. Und wenn Sie es wünschen, haben Sie bereits jetzt und zu gegebener Zeit die Möglichkeit, sich hinreichend über die K 2013 zu informieren im Internet unter: www.k-online.de

beziehungsweise auch in den sozialen Netzwerken
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