30.08.2011

Forschungszentrum Jülich

Folgen des Klimawandels und deren Auswirkungen simulieren

Ein standortübergreifendes Kompetenzzentrum für "High-Performance Scientific Computing in Terrestrial Systems" (HPSC TerrSys) wurde heute unter dem Dach des Geoverbundes ABC/J in Kooperation mit der Jülich Aachen Research Alliance (JARA) gegründet. Ziel des Geoverbundes ABC/J ist es, mit diesem Zentrum den neuen Herausforderungen, die sich durch Klimawandel, Verknappung natürlicher Ressourcen und Zunahme von Risiken ergeben, mit gebündelter wissenschaftlicher Kompetenz und modernsten Methoden zu begegnen.

Die weltweit voranschreitenden Veränderungen der natürlichen Umwelt beeinflussen das System Erde-Mensch nachhaltig. Prognosen über das Ausmaß sind mit hohen Unsicherheiten verbunden. Das gegründete HPSC erforscht die Ursachen dieser Veränderungen, um Vermeidungsstrategien aber auch Handlungsoptionen zur Anpassung an die veränderten Bedingungen wie Klimawandel, Landnutzungsänderungen und Ressourcenverknappung zu entwickeln.

Durch den Einsatz modernster Supercomputer lassen sich komplexe terrestrische Systeme, Simulationen von Transportprozessen sowie Interaktionen und Rückkopplungen innerhalb dieser Systeme präziser und schneller beschreiben, als dies bisher möglich war. Durch die verbesserte Beschreibung der Wasser-, Energie- und Stoffflüsse wird es möglich sein, terrestrische Systeme nachhaltig und optimal zu nutzen. Eine verbesserte Prognose der Klimawandelfolgen und verbesserte regionale Klimavorhersagen werden erwartet.

Der Geoverbund ABC/J wurde im August 2009 gegründet und ist eine Allianz der Universitäten Aachen, Bonn und Köln sowie des Forschungszentrums Jülich. Der Verbund vernetzt Expertise und Ressourcen seiner vier Mitgliedseinrichtungen in Forschung und Lehre und hat sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam drängende Fragen in den Bereichen Evolution der Erde, Umweltdynamik, Georessourcenmanagement und Georisiken für den Menschen zu identifizieren und Lösungsansätze über die Region hinaus zu erarbeiten.

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