06.01.2016

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Franz Morat: Umsatzsteigerung und fortschreitende Internationalisierung - Mio.-Investition in Eisenbach - Neues Spritzgießwerk in Mexiko

Die Franz Morat Group blickt bei der ersten gemeinsamen Betriebsfeier auf ein ereignisreiches Geschäftsjahr zurück, das den Angaben zufolge vornehmlich von der zunehmenden Internationalisierung der Unternehmensgruppe geprägt war. Geschäftsführer Gökhan Balkis berichtete über erneute Rekordumsätze sowohl bei Framo Morat als auch bei F. Morat; in Summe wird demzufolge erstmals die 70 Millionen-Grenze überschritten.

Die Umsätze beim Zahnrad- und Antriebsspezialisten Framo Morat steigen laut Balkis von 51,9 Mio. auf 53,9 Millionen Euro an. Die Kunststoff-Spritzgießerei F. Morat wird demnach den Umsatz um über 25 % auf 19,7 Millionen Euro erhöhen. Mit einem Gesamtumsatz von 73,6 Millionen Euro seien die Ziele der Unternehmensgruppe leicht übertroffen worden; man liege laut Balkis auf einem sehr guten Kurs in Richtung 100 Millionen-Marke, die gemäß der Unternehmensstrategie "Target 100" im Jahr 2022 erreicht werden soll.

Ausbau der internationalen Aktivitäten
Ein zentrales Element auf dem Weg dorthin ist laut Balkis der Ausbau der internationalen Aktivitäten. Insofern sei 2015 mit der Gründung des Montagewerks in Polen sowie der Eröffnung der Vertriebsniederlassung in der Türkei ein besonderes Jahr gewesen. Die beiden Gesellschafter Robert und Daniel Morat unterstützten die Wachstums-Strategie seit Jahren mit hohen Investitionen.

Laut Balkis ist die Gründung weiterer internationaler Standorte keine Gefahr für den Stammsitz in Eisenbach, sondern eine Chance. Während man durch die Durchführung personalintensiver Tätigkeiten im Ausland die Wettbewerbsfähigkeit sichere, soll Eisenbach durch gezielte Investitionen zu einem Technologie-Standort entwickeln werden. Die Rekordinvestitionssumme von 6,7 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2015 unterstreiche diese Strategie.

Neues Spritzgießwerk in Mexiko
Bereits bei der letztjährigen Betriebsfeier berichtete Balkis von den Plänen der Gründung eines Spritzgießwerkes in Mexiko. Eine Produktionshalle mit 4,000 qm Fläche im Automobilgürtel in Toluca de Lerdo befindet sich demnach gerade im Aufbau. Ab Mai 2016 sollen dort die ersten Maschinen in Betrieb gehen; Anfang 2017 soll mit der Serienproduktion begonnen werden.

Mit Blick auf die Prognosen für das kommende Geschäftsjahr zeigte sich Balkis jedoch vorsichtig: "Um uns herum gibt es bereits einige Krisen, die Konjunkturaussichten für 2016 sind gemischt. Ich persönlich erwarte ein schwieriges Jahr." Es gelte vor allem, Großprojekte in Serie zu bringen, die man bereits seit einigen Jahren gemeinsam mit den Kunden entwickelt. So sollen im kommenden Jahr unter anderem zwei Projekte für Kurventreppenlifte für den Hausgebrauch anlaufen, Antriebe für Schwingtüren, Blechbiegemaschinen oder 3D-Scanner in Serie gehen sowie zahlreiche Kunststoff-Komponenten für Komfortantriebe in PKWs produziert werden.

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