26.01.2016

Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK

Fraunhofer IPK stellt 2016 ins Zeichen von Industrie 4.0

Das Interesse an "Industrie 4.0" ist ungebrochen. Erstmals 2011 als Vision formuliert, hat jetzt die technologische Umsetzung der intelligent vernetzten Produktion begonnen. Der Erfolg der deutschen Industrie hängt nun stark davon ab, wie schnell einzelne Lösungen produktiv eingesetzt werden. Aus diesem Grund intensiviert das Fraunhofer IPK 2016 den Austausch zum Thema. Ziel ist es, neue Entwicklungskooperationen anzustoßen, die Industrie 4.0 wirtschaftlich auf den Hallenboden bringen – auch in kleinen und mittleren Betrieben. In der ersten Jahreshälfte lädt das Institut Interessierte aus Industrie, Wissenschaft und der breiten Öffentlichkeit zu verschiedenen Veranstaltungen ein.

Industrie 4.0 bietet eine hohes Potenzial, Produktion durch Einsatz modernster Informationstechnologien flexibler und effektiver zu gestalten. So soll es möglich werden, individuelle Kundenwünsche kostengünstig umzusetzen. In der Fabrik der Zukunft kommunizieren und kooperieren Maschinen miteinander sowie mit Werkstücken und Produktionsmitarbeitern. Informationen zum Auftragsstatus und zu Maschinenzuständen werden jederzeit und überall verfügbar. All dies trägt dazu bei, Produktionsprozesse zu optimieren und Arbeitsabläufe flexibel zu gestalten. Produktion muss dann nicht mehr zentral organisiert und vorgeplant werden – Mitarbeiter auf allen Ebenen im Betrieb können größere Verantwortung für die Steuerung des Produktionsablaufs übernehmen, intelligente Technologien unterstützen sie dabei. Wie diese Vision so umgesetzt werden kann, dass sie für Produktionsbetriebe jeder Größe ökonomisch interessant ist, ist Gegenstand einer Reihe von Veranstaltungen, zu denen das Fraunhofer IPK 2016 einlädt.

Im Juni kann Industrie 4.0 u. a. in Berlin live erlebt werden. Beim Technologietag Industrie 4.0 am 10. Juni lädt das Fraunhofer IPK Fach- und Führungskräfte produzierender Unternehmen ins Produktionstechnische Zentrum (PTZ) ein, um konkrete Lösungen für die industrielle Praxis kennen zu lernen. Dabei wird kritisch hinterfragt, welche aktuellen Trends und Entwicklungen sinnvoll und umsetzbar und welche Szenarien mehr Wunsch als Wirklichkeit sind. Im Versuchsfeld des PTZ werden Technologien aus abgeschlossenen und laufenden Forschungsprojekten live demonstriert. Besucher können vor Ort prüfen, welche Potenziale und Nutzen sich für den Anwender ergeben.

Schon einen Tag später stellt sich das Fraunhofer IPK mit dem Thema Industrie 4.0 der breiten interessierten Öffentlichkeit. In der Langen Nacht der Wissenschaften am 11. Juni ist jeder eingeladen, sich auf eine Reise in die Fabrik der Zukunft zu begeben.

Gleich zu Anfang der zweiten Jahreshälfte fällt schließlich der Startschuss für das "Anwendungszentrum Industrie 4.0" im Rahmen des Leistungszentrums "Digitale Vernetzung". Die Initiative der vier Berliner Fraunhofer-Institute FOKUS, HHI, IZM und IPK zielt darauf, den Wissensaustausch zwischen Forschungseinrichtungen, der Industrie und der IT-Gründerszene in der Hauptstadt zu intensivieren. Das Anwendungszentrum in den Räumen des Fraunhofer IPK, das im Juli der Öffentlichkeit vorgestellt wird, soll Unternehmen ein Testbed bieten, um Industrie 4.0-Technologien praktisch zu erproben.

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