20.08.2013

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Fraunhofer IWU: Spatenstich für neues Technikum in Zittau - Ausbau der Forschungszusammenarbeit mit der Kunststoffbranche

Das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU und die Hochschule Zittau/Görlitz setzen auf eine Vertiefung des Wissens- und Technologietransfers mit der Kunststoffbranche in Sachsen. In enger Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Chemnitz sowie regionalen Unternehmen soll eine bereits seit 2011 in Zittau arbeitende Projektgruppe des IWU zum neuen "Fraunhofer-Kunststoffzentrum Oberlausitz" ausgebaut werden. Schwerpunktmäßig wird an der Entwicklung und Erprobung von Leichtbautechnologien geforscht. Am 11. September 2013 finden ab 12 Uhr eine Podiumsdiskussion sowie der symbolische Spatenstich zum Baustart des neuen Fraunhofer-Technikums in unmittelbarer Nachbarschaft der Hochschule Zittau/Görlitz statt. Langfristig will sich die Projektgruppe Zittau des Fraunhofer IWU zu einem der führenden Forschungsdienstleister für die Kunststoffbranche entwickeln und damit den Ausbau dieser wichtigen Schlüsseltechnologie im Dreiländereck vorantreiben.

Die Nachfrage nach hoch belastbaren Kunststoffbauteilen nimmt vor allem im Automobil- und Maschinenbau weiter zu. Die mit diesen Werkstoffen verbundenen Leichtbaupotentiale gelten insbesondere für diese Branchen allerdings als noch unzureichend erschlossen, der Forschungs- und Entwicklungsbedarf ist groß. Der Wirtschaftsstandort Lausitz bietet hier mit einer Vielzahl von Unternehmen, die Produkte aus Kunststoff herstellen, verarbeiten und anwenden, eine gute Basis für nachhaltige Forschungs- und Entwicklungskooperationen. Eine vom Freistaat Sachsen geförderte Fraunhofer-Projektgruppe arbeitet daher seit 2011 an der Entwicklung von Leichtbautechnologien.

Neubau eines Technikums
Der Transfer von Fraunhofer-Know-how in die Region soll jetzt weiter ausgebaut werden: Die Fraunhofer-Gesellschaft investiert in den Neubau eines Technikums. Darüber hinaus unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen eines Fraunhofer-Fachhochschul-Programms den Aufbau eines zweiten Arbeitsgebietes "Funktionsintegrierende Kunststofftechnologien" innerhalb der Projektgruppe mit 2,5 Mio. Euro bis 2017.

Die Leitung der Projektgruppe übernimmt Prof. Dr.-Ing. habil. Lothar Kroll, Inhaber der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung an der TU Chemnitz sowie CEO des Bundesexzellenzclusters "MERGE - Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen". Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit mit der Hochschule Zittau/Görlitz durch die Einrichtung einer Professur "Funktionsintegrierende Kunststofftechnologien" weiter ausgebaut.

Das Fraunhofer-Kunststoffzentrum Oberlausitz wird unter anderem an neuen Leichtbautechnologien und -verfahren, intelligenten Werkstoffen sowie Rapid Prototyping auf Kunststoffbasis forschen.

Weitere Informationen: www.iwu.fraunhofer.de, www.hszg.de

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