15.04.2013

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GKV: Verband kritisiert Angriff gegen Tragetaschen aus Kunststoff

Der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) reagiert mit Unverständnis auf die aktuellen öffentlichen Attacken auf die Tragetasche aus Kunststoff. Die in Verbindung mit der Diskussion über die Verschmutzung der Meere mit Abfällen vorgebrachten Angriffe des Präsidenten des Umweltbundesamtes Flasbarth und der Partei Bündnis 90 / Die Grünen auf die Tragetasche aus Kunststoff sind aus Sicht des Gesamtverbandes Kunststoff verarbeitende Industrie weder nachvollziehbar noch sachgerecht.

"Eine Vielzahl von Beiträgen im Rahmen der Konferenz der Europäischen Kommission, des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamtes zur Verschmutzung der Meere mit Abfällen in dieser Woche haben verdeutlicht, dass die Zusammensetzung der in die Meere eingetragenen Abfälle sich in den verschiedenen Meeren erheblich voneinander unterscheidet. Nichts deutet darauf hin, dass in Deutschland substantielle Anteile des Abfalleintrags auf die Verwendung von Tragetaschen aus Kunststoff zurückzuführen sind. Herr Flasbarth gefährdet mit symbolhaften Einlassungen die begonnene sachbezogene und konstruktive Debatte über die Verminderung des Abfalleintrags in die Meere", sagte GKV-Geschäftsführer Dr. Oliver Möllenstädt.

Deutschland verfüge über ein im internationalen Vergleich hervorragend funktionierendes Sammel- und Verwertungssystem. Die Tragetasche aus Kunststoff seien gut rezyklierbar und substituierten teilweise Beutel in anderen Anwendungen, etwa Abfallbeutel.

Dem Vorschlag der Partei Bündnis 90 / Die Grünen, mit Erträgen aus einer Abgabe auf Kunststofftragetaschen Weiterentwicklungen auf dem Gebiet bioabbaubarer Kunststoffe zu finanzieren, steht der GKV skeptisch gegenüber. "Nichts deutet darauf hin, dass ein Mangel an Fördermitteln des Staates der Weiterentwicklung bioabbaubarer Kunststoffe durch die Unternehmen im Wege steht. Vielmehr müssen neue Werkstoffe im Wettbewerb bestehen", so Möllenstädt.


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