28.03.2012

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Gefragt ist Augenhöhe: Neue Studie zu Aufsichtsgremien im Mittelstand

Gemeinsam mit Prof. Dr. Jürgen Thömmes von der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach befragten Stefan Hübner und Ernst Heilgenthal von Gemini Executive Search Unternehmer und Führungskräfte in rund 1500 mittelständischen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 50 bis 500 Mio. EUR zu ihrer Einschätzung der eigenen Aufsichtsgremien, zu deren Vergütung bis hin zu Mechanismen für die Besetzung von Aufsichtsmandaten. 56 % Prozent der Befragten leisten sich aus freien Stücken einen Beirat, obwohl sie anders als börsennotierte Unternehmen nicht durch das Aktiengesetz dazu gezwungen sind.Externe Beiräte im Mittelstand leisten Führungskräften Unterstützung bei Entscheidungen zu oftmals stark komplexen Sachverhalten, sei es zur Finanzierung, zur strategischen Ausrichtung, Internationalisierung, Marketingstrategien, Auswahl von IT-Systemen, oder auch bei einem der zentralen Problemthemen im Mittelstand, dem Generationenwechsel in Familienunterunternehmen. Gesprächspartner auf Augenhöhe gewünschtDie Studie macht deutlich: Gesprächspartner auf Augenhöhe sind für die Führungskräfte von größter Wichtigkeit. Eigene unternehmerische Erfahrung zählt bei Kandidaten für ein Aufsichtsmandat mit 74 % neben Empfehlungen von Verbänden (71 %) und Branchenerfahrung (69 %) als stärkstes Argument. Ein Beispiel ist die Fischerwerke GmbH & Co. KG. Bei dem traditionsreichen Unternehmen, das bekanntlich heute weit mehr als nur die berühmten Dübel fabriziert, wurde vor einiger Zeit ein Generationswechsel vollzogen. Heute hält Jörg Klaus Fischer als Vorsitzender der Geschäftsführung der Unternehmensgruppe die Leitung des Unternehmens in Händen. Unterstützt wird er durch einen Beirat, dem neben seinem Vater Klaus Fischer u. a. auch Wendelin Wiedeking angehört. "Zwar lassen sich gestandene Unternehmer das Heft nie ganz aus der Hand nehmen", kommentiert Prof. Dr. Jürgen Thömmes, "aber insgesamt sind sie gegenüber Beiräten deutlich offener geworden." Stefan Hübner, Managing Partner von Gemini Executive Search ergänzt: "Der große deutsche Mittelstand befindet sich in einem Prozess starker Professionalisierung. Dies trifft besonders auf den Einsatz und die Besetzung von Aufsichtsgremien zu", sagt. "Beschäftigte man früher noch den eigenen Steuerberater oder Bankier mit solchen Mandaten, orientiert man sich heute an dem Vorbild der großen Aktiengesellschaften - wenn auch mit gewissen Restriktionen." "Die Unternehmen des großen deutschen Mittelstands wünschen sich eine professionelle und zuverlässige zweite Meinung. Ein "starker" Aufsichtsrat kann dies leisten", so Ernst Heilgenthal, Managing Partner und Studienautor. Kontakt: Prof. Dr. Jürgen Thömmes, Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbachjuergen.thoemmes@fhdw.de

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