12.02.2015

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Gerresheimer: Alle gesteckten Ziele im Geschäftsjahr 2014 erreicht

Die Gerresheimer AG meldet den erfolgreichen Abschluss des Geschäftsjahres 2014. "Das Geschäftsjahr 2014 ist für uns gut verlaufen. Wir haben alle unsere Ziele erreicht. Die Nachfrage nach unseren Verpackungen für die pharmazeutische Industrie war weiterhin hoch. Mit unseren Innovationen und Produkten adressieren wir wichtige Megatrends. Wir sind für die nächsten Jahre sehr gut aufgestellt", sagte Uwe Röhrhoff, Vorstandsvorsitzender der Gerresheimer AG.

Der Umsatz des Herstellers von Pharmaverpackungen stieg im Geschäftsjahr 2014 (1. Dezember 2013 bis 30. November 2014) um 1,9 Prozent auf 1.290,0 Mio. Euro. Währungsbereinigt hat das Unternehmen damit rein organisch einen Umsatzzuwachs von 3,7 Prozent erwirtschaftet. Zuletzt hatte Gerresheimer für 2014 ein organisches Umsatzwachstum von rund 4 Prozent vorausgesagt. Im Wesentlichen hat Gerresheimer die Umsatzzuwächse mit pharmazeutischen Kunststoffverpackungen und Produkten zur sicheren und einfachen Verabreichung von Medikamenten wie Insulin-Pens, Asthma-Inhalatoren und vorfüllbaren Spritzen erreicht. Das Geschäft mit pharmazeutischen Primärverpackungen aus Glas habe sich erwartungsgemäß leicht rückläufig entwickelt, insbesondere aufgrund von Schwächen im amerikanischen Markt. Der Markt für Kosmetikglasverpackungen entwickelte sich verhalten. Der Absatz mit Laborglasprodukten konnte leicht zulegen.

Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2014 ein operatives Ergebnis (Adjusted EBITDA) von 253,4 Mio. Euro erreicht. Ohne Wechselkurseffekte betrug das Adjusted EBITDA in 2014 258,5 Mio. Euro und lag damit leicht oberhalb des Zielkorridors von 255 Mio. bis 258 Mio Euro. Die Adjusted EBITDA-Marge hat sich vom Vorjahreswert von 19,1 Prozent auf 19,5 Prozent verbessert, unter Herausrechnung des sonstigen betrieblichen Ertrags aus einer Beteiligungs-Put-Option. Das Konzernergebnis stieg um 6,4 Prozent auf 72,9 Mio Euro. Das Ergebnis je Aktie konnte um 6,6 Prozent auf 2,11 Euro gesteigert werden. 2013 betrug der Wert 1,98 Euro.

Im Geschäftsjahr 2014 investierte Gerresheimer 126,6 Mio. Euro (Vorjahr 119,1 Mio. Euro) und damit 9,8 Prozent des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen. Das Ziel waren Investitionen in Höhe von 9 bis 10 Prozent des Umsatzes. Das Unternehmen baut die Produktionskapazitäten für Produkte zur Verabreichung von Medikamenten wie Insulin-Pens und Asthma-Inhalatoren insbesondere in den USA und in Tschechien weiter aus. In China ist im Herbst 2014 das weltweit dritte Entwicklungszentrum eröffnet worden. In Indien wird derzeit ein neues Werk zur Produktion von Injektionsfläschchen und Ampullen gebaut, das 2015 den Betrieb starten soll. Ein großes amerikanisches Werk soll 2015 grundlegend überholt werden. Weltweit sollen in zahlreichen Werken die Produktionstechnologien weiter standardisiert und verbessert werden.

Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2015 geht das Unternehmen von einem organischen Umsatzwachstum in Höhe von 1 bis 3 Prozent aus. Dies entspricht einem Umsatzkorridor von rund 1.300 Mio. bis 1.330 Mio. Euro zu konstanten Wechselkursen. Gerresheimer erwartet einen Anstieg des Adjusted EBITDA in einem Zielkorridor von 255 Mio. und 265 Mio. Euro gemessen zu konstanten Wechselkursen. Das Investitionsvolumen des Geschäftsjahres 2015 wird den Erwartungen nach voraussichtlich rund 9 bis 10 Prozent des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen betragen.

Für die Jahre 2016 bis 2018 strebt das Unternehmen eine durchnittliche jährliche organische Wachstumsrate des Umsatzes in Höhe von 4 bis 6 Prozent an. Für die Adjusted EBITDA-Marge strebt Gerresheimer für das Jahr 2018 einen Zielwert von 21 Prozent an. Um diese Ziele zu erreichen, werden weiterhin Investitonen von jährlich 9 bis 10 Prozent des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen veranschlagt.

Dividende
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 30. April 2015 gemeinsam vor, eine Dividende in Höhe von 0,75 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2014 auszuschütten (Vorjahr 0,70 Euro je Aktie). Dies entspricht einer Steigerung gegenüber der Vorjahresdividende um 7,1 Prozent. Die Ausschüttungsquote beträgt 26 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses nach Minderheiten.

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