24.05.2012

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Gerresheimer: Kooperation mit der Hochschule Amberg-Weiden ausgebaut - Reinraum-Labor für die HAW

Gerresheimer Medical Plastic Systems intensiviert seine Zusammenarbeit mit der Hochschule Amberg-Weiden durch die Unterstützung beim Aufbau eines Reinraumlabors an der Hochschule, teilt das Unternehmen mit. Das Labor wurde demnach am 21. Mai 2012 von der Hochschulleitung, der Fakultätsleitung und der Geschäftsführung der Gerresheimer Regensburg GmbH eingeweiht.

Das Reinraumlabor umfasst 50 Quadratmeter und entspricht der anspruchsvollen ISO-Klasse 7. Entsprechend hochkarätig ist auch die Ausrüstung des Raums mit einer vollelektrischen KraussMaffei Spritzgußmaschine EX 50-55, einem Werkzeug für Versuchsteile und einem Robotersystem. Zusätzlich sei der Aufbau eines analytischen Labors mit Geräten wie einem optischen Mikroskop mit Partikelzählfunktion, einem Partikelzähler für Gase und Flüssigkeiten, einer Filteranlage zur Partikelretention und Identifikation sowie einem Keimmessgerät geplant. Dem Reinraum vorgeschaltet ist eine Umkleideschleuse für die Einkleidung der Mitarbeiter auf Reinraumstatus. Durch große Verglasungen können Studierende und Interessierte die Arbeit im Labor von außen verfolgen.

Gerresheimer hat im Projekt das Werkzeug, das Messequipment und ein Spritzgussteil für die Untersuchung gestellt. Zusätzlich wurde das Projektmanagement beim Aufbau des Labors übernommen. "Durch die Unterstützung der Hochschulen und eine praxisorientierte Ausbildung begegnen wir dem drohenden Fachkräftemangel", erläutert Manfred Baumann, technischer Geschäftsführer der Gerresheimer Regensburg GmbH das Engagement des Unternehmens. "Wir brauchen kompetente Ingenieure, die speziell für unsere Bedürfnisse ausgebildet sind und die medizinische Fachsprache unserer Kunden sprechen. Dafür muss aber auch die Industrie etwas tun."

Das Labor soll nicht nur ein Werkzeug für die Lehre sein, sondern auch für die Forschung. Mit seiner Hilfe soll Know-how in der partikel- und keimarmen Fertigung von pharmazeutischen Produkten aufgebaut werden. Dabei soll die gesamte Fertigungskette vom Spritzguss über die Entnahme und Vereinzelung bis hin zur Montage auf Partikelentstehung unter die Lupe genommen werden. Vor allem die Frage, welche Optionen das Bauteildesign auf die Verringerung der Partikelzahl hat, sei bisher kaum untersucht worden. Hier könnten in der Kooperation von Industrie und Hochschule Erkenntnisse gewonnen werden, die dem Kunststoff als medizintechnischem Werkstoff neue Optionen eröffnen können.