15.05.2013

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Getecha: Neue Großmühle für Tönsmeier für die Rohrzerkleinerung

Der Umweltdienstleister Tönsmeier hat am Standort Börde-Hakel eine neue Zentralmühle RotoSchneider RS 8012 von Getecha zum Zerkleinern von HDPE- und PP-Rohrstücke installiert, teilt der Maschinenbauer mit. Die neue Großmühle wurde in den bestehenden Recyclingprozess integriert und erreicht laut Hersteller mit 20 Prozent weniger Energie 35 Prozent mehr Durchsatz als ihre Vorgängerin.

Seit Mitte letzten Jahres werden bei Tönsmeier Kunststoffe im sächsisch-anhaltinischen Börde-Hakel Rohrstücke aus HDPE und PP von einer Zentralmühle des Typs RS 8012 zerkleinert. Die bis zu 21 kg schweren Stücke sind bis zu 1.500 mm lang, haben Durchmesser von bis zu 315 mm und Wandstärken von bis zu 29 mm. Da sie oft direkt von Baustellen angeliefert werden, haften ihnen außerdem noch Sand, Kalk und andere abrasive Mineralien an. Das stellt hohe Anforderungen an die gesamte Konstruktion der Mühle; insbesondere an die Qualität der Rotoren. "Hinzu kamen die Erwartungen der Tönsmeier-Ingenieure an die Ausstoßleistung: Ein Stundendurchschnitt von 900 kg war gefordert - bei einer Betriebsdauer von mindestens 65 Stunden ohne Messerwechsel!", berichtet Getecha-Vertriebsmann Harald Oberholz.

Anwendungsorientierte Auslegung
[6;r]Die Großmühlen der Baureihe 8000 von Getecha sind ausgelegt für Stundendurchsätze von bis zu 3.000 kg und verfügen über 3-, 5- oder 7-Messer-Rotoren in flexibler Segment-Bauweise, was die Anpassung an unterschiedliches Schneidgut-Verhalten ermöglicht. Für die Tönsmeier-Recyclinganlage entschied man sich für eine RS 8012 mit 7-Messer-Rotor und vier Festmessern sowie einer Schnittbreite von 1.200 mm (Rotordurchmesser 800 mm). Die Rotorwelle erhielt eine zusätzliche Schwungscheibe zur kraftvollen Zerkleinerung der massiven Rohrteile. Die Rotormesser sind voreinstellbar ausgeführt und verfügen über eine Einstell-Lehre und Festanschläge für die Festmesser. "Dadurch kann der Messertausch - unverzichtbar für den Erhalt einer kontinuierlichen Recyclat-Qualität - stets einfach und schnell erfolgen", erklärt Harald Oberholz. Die Messer der RS 8012 von Getecha arbeiten im Scherenschnitt, was die Energieeffizienz der Großmühle begünstigen soll. Wegen der abrasiven Ver­un­reinig­ungen der Rohrstücke erhielt die neue Mühle zudem einen kompletten Verschleiß­schutz. Da über Schraubverbindungen befestigt, sollen alle Verschleiß­schutz-Komponenten selbst nach vielen Jahren noch einfach ausgetauscht werden können.

Die neue RS 8012 ließ sich den Angaben zufolge sehr einfach in den vorhandenen Recycling-Prozess bei Tönsmeier integrieren. Der Aufstellraum ist als Grube ausgeführt, in dem die Großmühle über ein Förderband beschickt wird. Die bestehende Absauganlage mit ihren Anschlüssen konnte übernommen werden. Die nötigen steuerungstechnischen Anpassungen führten die Getecha-Techniker aus. Dazu wurde die Signalverarbeitung der Recycling-Anlagen (Bandüberlast, Ein- und Abschaltroutinen etc.) in den Schaltschrank der Großmühle integriert.

Energieeffiziente Zerkleinerung
Mit ihrem 160 kW-Motor hat die neue Großmühle die gleiche Antriebleistung wie ihre Vorgängerin. "Allerdings zeigte sich schon während der ersten Testläufe, dass unser RotoSchneider gut 35 Prozent mehr Durchsatz erreicht! Und das bei einer Energieeinsparung von etwa 20 Prozent", erläutert Harald Oberholz. Hier wird insbesondere die Wirkung der Energy-Save-Motorregelung von Getecha hervorgehoben. Denn dieser Controller bietet den weiteren Angaben nach nicht nur einen schonenden Sanftanlauf, sondern errechnet demzufolge über die kontinuierliche Erfassung der Leistungsdaten des Antriebs (Strom, Spannung, cos phi) immer die jeweils günstigste Motorspannung für den energieeffizientesten Betriebszustand. Er führt demnach dem Motor immer nur die tatsächlich erforderliche Spannung zu. "Und zwar völlig ohne Drehmomentverlust!", betont Harald Oberholz.

Weitere Informationen: www.getecha.de, www.toensmeier.de

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