12.02.2010

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Getecha: Palette an Einzugsmühlen fürs Thermoformen erweitert

In den Produktionslinien des Thermoforming bilden die Einzugsmühlen von Getecha die automatisierte Schnittstelle zur effizienten Weiterverarbeitung der Materialreste. Ausgestattet mit maßgeschneiderten Einzugssystemen und einer intelligenten Geschwindigkeitssteuerung lassen sich die Maschinen der neuen RotoSchneider-Generation aus Herstellersicht optimal in bestehende Fertigungslandschaften integrieren.

Ob Einlagen für Pralinenschachteln, Deckel für Müslibecher oder Klappblister für Schrauben - das Thermoformen gilt als prädestiniertes Verfahren zur Massenproduktion dünnwandiger Verpackungsbehälter aus PET- oder PP-Folien. Die dabei entstehenden Materialreste (Stanzgitter, Fehlteile, Folienstücke) können direkt und kontinuierlich der Wiederverwertung zugeführt werden.

Breites Angebot
Mit den 17 automatisierten Einzugsmühlen seiner vier RotoSchneider-Baureihen bietet der Aschaffenburger Hersteller für nahezu jede Anforderung eine passende Lösung: Für Einzugsbreiten von 390 bis 1500 mm und Durchsätze von 1.300 kg/h stehen die Modelle der Baureihen RS 3000 und RS 3800 parat, in denen die Folienreste von Drei-Messer-Rotoren mit Schneidkreisen von 300 und 380 mm zerkleinert werden. Höhere Durchsätze bis 1.500 kg/h bewältigen die großen Modelle der Baureihe RS 4500. Sie haben Einzugsbreiten von 580 mm bis 1.480 mm und ihre Schneidmesser rotieren in einem Durchmesser 450 mm. Kurz vor der Markteinführung steht derzeit die neue Kompakt-Baureihe RS 2400 mit Einzugsbreiten von 210 bis 900 mm und Durchsätzen von 300 kg/h.

Bei den Getecha-Einzugsmühlen handelt es sich um modular konstruierte Maschinen, die sich - über die Modellauswahl hinaus - mit verschiedenen Einzugssystemen an ihre Aufgabe anpassen lassen. Je nachdem, ob Folien mit Dicken von 0,2 bis 1,5 mm, magere Stanzgitter mit minimalem Folienanteil, rechteckige Foliengitter, Stanzgitter runder Formteile oder Folien mit nicht ausgestanzten Strukturen sicher aus der Thermoformanlage zu ziehen sind, stehen Einzugssysteme mit glatten, gerändelten, gezahnten oder extra großen Einzugswalzen zur Wahl. Ein spezieller Einzug mit Riemenantrieb bietet sich an, wenn eine größere Dynamik in der Öffnungsweite von mehr als 8 mm erforderlich ist. Und falls eine Schneidmühle Folienreste von zwei Seiten verarbeiten soll, realisiert das Ingenieurteam von Getecha entsprechende Doppeleinzüge.

"Mitdenkender Tänzer"
Zentrales Merkmal aller RotoSchneider-Einzugsmühlen der neuen Generation sei die Geschwindigkeitsautomatik. Dabei passt eine "mitdenkende", selbst einstellende Bügelsteuerung - auch Tänzer genannt - das Einzugstempo der Mühle permanent an die Taktung der Thermoformlinie an. Diese Harmonisierung hält nicht nur die Folienbahn straff, sondern macht auch den Sollwertabgleich mit der Produktionsmaschine und manuelles Nachjustieren überflüssig.

Über die intelligente Bügelsteuerung hinaus überzeugen die Getecha-Einzugsmühlen durch ihre sehr wirksame Schallisolation, die schräge Bohrung der Sieblöcher (keine Störungen durch Langteile), die Wasserkühlung des Mahlgehäuses (verhindert Folienverklebungen) oder auch die Möglichkeit der Zerkleinerung extra dünner PET-Folienreste (< 0,40 mm) durch ein spezielles Einzugssystem. Auf dem aktuellen Stand der Technik sind die Einzugsmühlen auch in punkto Energieeffizienz. Ein Frequenzumrichter am Hauptantrieb regelt die Stromaufnahme und verhindert Stromspitzen; im Leerlauf und bei Teillast reduziert er die Motorleistung und minimiert Blindstrom.

Als weiteren Prozess-Baustein bietet Getecha passend zu seinen Einzugsmühlen verschiedene Systemlösungen für den Mahlgut-Transport via Saug- oder Druckförderung (Gebläse, Zyklon, Absackstation) an. So schließt der Hersteller den Kreislauf von der Thermoformanlage über die Aufbereitung der Folienreste bis hin zu ihrer Wiederverwertung im Extruder.

Weitere Informationen: www.getecha.de