03.09.2010

KI - Branchen-Ticker im KunststoffWeb

Glasfaserprodukte / Composites: EU-Kommission verhängt Strafzölle auf chinesische Produkte

Es ist noch nicht ganz offiziell, aber an den Tatsachen gibt es kaum noch etwas zu rütteln: Die Europäische Kommission wird am 16. September 2010 Anti-Dumping-Maßnahmen gegen chinesische Glasfaserprodukte in Kraft setzen. Zunächst provisorisch über einen Zeitraum von sechs Monaten sollen Unternehmen aus der Volksrepublik für Rovings, geschnittene Fasern, Faserschnittmatten und ähnliche Erzeugnisse Strafzölle in Höhe von 43,6 Prozent zahlen. Diese Aufschläge dürften zwar nicht zur Gänze bei den Verarbeitern ankommen, deutliche Mehrkosten sind aber sicher. Innerhalb der sechsmonatigen Frist soll die Maßnahme beobachtet und weiter diskutiert werden. Im März 2011 entscheidet die EU-Kommission dann, ob aus den provisorischen Strafzöllen dauerhafte werden. Der europäische Composites-Verarbeiterverband EuPC (Brüssel / Belgien; www.eupc.org) will weiterhin gegen eine solche Entwicklung arbeiten. Auf Nachfrage von KI erklärte Sprecherin Alisa de Backer, sie befürchte wegen der Entscheidung "große Veränderungen im Markt", vor allem in Bezug auf die Arbeitsplätze.  

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