30/07/2014

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GlobalData: Weltweite PP-Kapzitäten wachsen - vor allem in China und Russland

Nach einer Untersuchung des britischen Beratungsunternehmen GlobalData sind die weltweiten Produktionskapazitäten für Polypropylen seit 2003 um jährlich 5,2% auf 65 Millionen Tonnen pro Jahr in 2013 angestiegen und sollen bis 2018 bei einer leicht höheren durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 5,8 % auf 86 Millionen Jahrestonnen weiter ansteigen.

Wie der Bericht weiter ausführt, werden China und Russland die wichtigsten Treiber für künftige Steigerungen sein und zusammen für etwa 45% der weltweiten Kapazitätszuwächse in den nächsten fünf Jahre verantwortlich sein.

Laut Carmine Rositano, Globaldata Managing Analyst für Downstream Oil & Gas, ist es vor allem eine steigende Inlandsnachfrage, die China dazu zwinge, höhere PP-Kapazitäten zu schaffen: "In der Tat, wird China führend bei der Schaffung neuer Kapazitäten in den nächsten fünf Jahren sein. Um das Ziel der Selbstversorgung zu erreichen, sind zusätzliche 7,48 Millionen Jahrestonnen erforderlich, von denen 97,6% aus neuen Anlagen und der Rest aus dem Ausbau bestehender Einrichtungen kommen werden." Nach Prognosen von Globaldata wird China somit für 62,4% der in Asien und 35,5% der weltweit geplanten Kapazitätserweiterungen bis zum Jahr 2018 verantwortlich sein.

Russland wird den Angaben zufolge den zweitgrößten Beitrag zum Wachstum liefern, vor allem aufgrund der jüngsten Diversifizierung des Landes in der Petrochemie, die bereits umfangreiche Investitionen in die Großpolymerindustrie, wie PE und PP gesehen hat. Rositano erklärt: "Bis 2012 betrug der russische PP-Kapazität nur 0,65 Millionen Jahrestonnen, wurde aber 2013 bereits auf 1,33 Millionen erweitert. Bis 2018 ist eine Steigerung auf etwa 3,48 Millionen Jahrestonnen zu erwarten."

GlobalData erwartet darüber hinaus, dass auf Venezuela und Indien der jeweils dritt- bzw. viertgrößte Anteil an Kapazitätssteigerungen in den nächsten fünf Jahren entfallen wird. Beide Ländern würden mit den Investitionen die Nachfrage auf dem heimischen Markt bedienen und damit Importe ersetzen.

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