02.02.2011

www.plasticker.de

Gneuß: BASF verbessert ABS-Qualität mit neuen Schmelzefiltern

BASF hat in die Qualitätsverbesserung und Produktivitätssteigerung ihrer ABS-Herstellung investiert. Um eine höhere Qualität zu erzielen, musste man feiner filtrieren. Mit üblichen Siebwechslern bedeutet eine feinere Filtration aber auch kürzere Zeitabstände zwischen den Siebwechseln. Jeder Siebwechsel mit herkömmlichen Siebwechslern führt zu einer geringeren Materialqualität während und manchmal auch nach einem Wechsel, da die damit einhergehenden Druckschwankungen eine schwankende Gelbfärbung des Materials bewirken. Außerdem wird verbranntes Material aus den Totzonen des Siebwechslers und von den Oberflächen in das Endprodukt geleitet. Das durch den Siebwechsel über einen Zeitraum von etwa 15 Minuten mit geringerer Qualität produzierte Material wird zu einem niedrigen Preis verkauft und hebt somit den eigentlich höheren Preis und die Marktvorteile der feineren Filtration wieder auf.

Eingesetzt werden nun Filtrationssysteme Typ RSF Genius der Gneuß Kunststofftechnik. Die schließen laut Hersteller Qualitätsschwankungen während der Siebwechsel aufgrund von Druckschwankungen oder verbranntem Material vollständig aus. Das Ergebnis sei eine größere Materialmenge mit gleichbleibend hoher Qualität. Das System arbeitet mit einem Selbstreinigungssystem. Selbst mit feinen Filterelementen liege die Zeit zwischen Siebwechseln bei einigen Wochen, so dass der erforderliche Bedienaufwand und die Kosten für Filterelemente reduziert werden.

BASF stellt ABS in der Unterwassergranulierung her. Die erzeugt eine exzellente Granulatform, die jedoch einen relativ hohen Polymervordruck erzeugt. Deshalb wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden ein Anlage mit Druckerhöhungspumpe und Steuerung konstruiert.