11.03.2015

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Grafe: Farbadditiv-Kombinations-Masterbatch für ABS-Kunststoffe im Fahrzeugbau

In den Fokus stellen will Grafe zur VDI-Tagung "Kunststoffe im Automobilbau" in Mannheim ein neues Farbadditiv-Kombinations-Masterbatch für ABS-Kunststoffe in automobilen Anwendungen, das geringere Zugabe-Mengen als bisher eingesetzte Produkte erlauben und eine bessere UV-Stabilisierung von Bauteilen aus ABS-Polymeren bewirken soll. Anwender können nach Unternehmensangaben bei besserer Qualität im Rohstoffeinkauf Kosteneinsparungen bis zu 30 Prozent realisieren.

In den vergangenen Jahren seien die Anforderungen der Automobilindustrie an die Bauteilqualität stetig gestiegen. Gleichzeitig steige der Kostendruck für die Zulieferer, weshalb diese nach neuen Möglichkeiten suchen, um Kosten zu sparen und effizientere Materialien einzusetzen. Mit dem neuen Farb-Additiv-Kombi-Masterbatch sollen Zulieferer bedient werden, die Produkte schnell und flexibel entsprechend der Bedürfnisse und Wünsche der OEM gestalten und Bauteile mit guten mechanischen Eigenschaften bei hohen Qualitätsanforderungen herstellen wollen.

Darüber hinaus entwickelt Grafe zusammen mit einem deutschen OEM Lösungen zur antistatischen Ausstattung von Kunststoffen. Das soll dem Einstauben der Oberflächen durch elektrostatische Aufladung effektiv begegnen. Während neue Produkte auf Basis unterschiedlicher Wirksysteme bereits getestet und bewertet wurden, ziele die Weiterentwicklung migrierender Antistatika hauptsächlich auf eine Verlängerung der Wirkdauer. Dafür wurde ein Antistatikum (HPAS) für Polyolefine kreiert, das für den Einsatz in olefinischen Kunststoffen wie Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) geeignet sei. Außerdem wurde ein permanentes Antistatikum für Styrolwerkstoffe entwickelt, das bei gleicher Antistatikperformance einen geringeren Einfluss auf die mechanischen Eigenschaften habe, als marktübliche Produkte. In Kooperation mit zwei deutschen OEM haben Langzeittests an Bauteilen stattgefunden, die belegen sollen, dass die antistatische Wirkung auch nach vier bis fünf Jahren nahezu unverändert sei. Derzeit laufen Freigabeuntersuchungen, Prototypen- und Vorserienbauteil-Versuche zu diesem Produkt. Mit ersten Ergebnissen werde im Zuge von Modellwechseln in den nächsten Jahren gerechnet.

Ein weiterer Schwerpunkt zur VDI-Tagung "Kunststoffe im Automobilbau" soll das Thema E-Mobility sein. Um den Anforderungen der OEMs gerecht zu werden, habe das Unternehmen Komponenten-Materialien entwickelt und so das Kunststoffspektrum für den Fahrzeugbau erweitert. So forschen die Ingenieure beispielsweise an maßgenschneiderten CFK-Composites, wobei der Einsatz von Recyclingqualitäten immer wichtiger werde.

Weitere Informationen: www.grafe.com

Kongress "Kunststoffe im Automobilbau", 18.-19. März 2015, Mannheim

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