20.02.2013

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Grammer: Automobilzulieferer mit erneutem Umsatzrekord

Der Grammer Konzern ist im Geschäftsjahr 2012 in einem schwierigen Pkw- und Lkw-Marktumfeld weiter gewachsen und hat den Rekordumsatz des Vorjahres erneut übertroffen, teilt das Unternehmen mit. Insgesamt erzielte der weltweit tätige Automobilzulieferer und Hersteller von Sitzsystemen für Nutzfahrzeuge demnach nach vorläufigen Zahlen einen Konzernumsatz von 1,140 Milliarden Euro, eine Steigerung von mehr als 4 Prozent gegenüber dem Rekordjahr 2011 (Vj. 1,093).

Trotz der geplanten Einmalbelastungen aus Produktionsneuanläufen und des unerwartet starken Einbruchs des brasilianischen Nutzfahrzeugmarktes im Jahr 2012 konnte Grammer demzufolge ein gutes operatives Ergebnis erzielen und die Erwartungen letztendlich sogar leicht übertreffen. Das vorläufige Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit rund 47 Millionen Euro, nur leicht unter dem Ergebnis des Vorjahres (Vj. 49,4).

Im vierten Quartal verbuchte Grammer einen vorläufigen Konzernumsatz von 281 Millionen Euro und hielt damit das bereits hohe Niveau der Vorquartale (Q4 2011: 283,1). Das operative Ergebnis erreichte im vierten Quartal mit knapp 13 Millionen Euro sogar den höchsten Quartalswert im Geschäftsjahr 2012 (Q4 2011: 13,4).

Marktposition weiter verbessert
"Durch unsere neuen, innovativen Produkte konnten wir unsere Marktposition in einem schwierigen Umfeld weiter verbessern. Insgesamt sind wir mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2012 sehr zufrieden, denn durch unsere breite internationale Aufstellung ist es uns gelungen, die teilweise drastischen Rückgänge in unseren Kernmärkten zu kompensieren und weiter zu wachsen", sagt Hartmut Müller, Vorstandsvorsitzender der Grammer AG.

Der Umsatz in Bereich Automotive lag 2012 bei 710 Millionen Euro und damit fast 5 Prozent höher als im Rekordsjahr 2011 (Vj. 680,3). Der Bereich Seating Systems erreichte mit 448 Millionen Euro eine Umsatzsteigerung von mehr als 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Vj 438,4).

Im Unternehmensbereich Automotive haben den weiteren Angaben zufolge die Konzentration auf das Pkw-Premiumsegment, die gute internationale Aufstellung sowie die Investitionen in neue Produkte gegen den allgemeinen Markttrend zu Wachstum geführt. Im zweiten Unternehmensbereich Seating Systems konnte Grammer demnach durch seine weltweite Marktposition und der erfolgreichen Markteinführung der neuen Lkw-Sitzgeneration beim Umsatz leicht zulegen und dies trotz einem ansonsten rückläufigen Marktumfeld mit erheblichen Einbrüchen im für Grammer wichtigen brasilianischen Lkw-Markt.

Dividende geplant
Aufgrund der guten Ergebnisse möchte Grammer seine Aktionäre erneut am Unternehmenserfolg teilhaben lassen und auch für das Geschäftsjahr 2012 eine Dividende ausschütten. Über die Höhe des Dividendenvorschlags von Vorstand und Aufsichtsrat wird im März entschieden werden.

Ausblick 2013
Zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres wird noch nicht mit einer durchgreifenden konjunkturellen Belebung gerechnet. Insgesamt erwartet Grammer für 2013 jedoch eine stabile Entwicklung in den Kernmärkten. Grammer sieht aufgrund seiner internationalen Aufstellung und neuer Produkte daher auch in 2013 gute Chancen, weiter zu wachsen und die Marktposition in den Kernmärkten weiter zu verbessern. Den vollständigen Jahresabschluss 2012 veröffentlicht die Grammer AG am 27. März 2013.

Über Grammer
Die Grammer AG, Amberg, ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von Fahrer- und Passagiersitzen für Offroadfahrzeuge (Traktoren, Baumaschinen, Stapler), Lkw, Busse und Bahnen. Das Segment Seating Systems umfasst die Geschäftsfelder Lkw- und Offroad-Sitze sowie Bahn- und Bussitze. Im Segment Automotive liefert das Unternehmen Kopfstützen, Armlehnen und Mittelkonsolen an namhafte Pkw-Hersteller im Premiumbereich und an Systemlieferanten der Fahrzeugindustrie.

Mit rund 9.000 Mitarbeitern in 24 vollkonsolidierten Gesellschaften ist Grammer in 18 Ländern weltweit tätig.

Die Grammer Aktie ist im SDAX vertreten und wird an den Börsen München und Frankfurt, über das elektronische Handelssystem Xetra sowie im Freiverkehr der Börsen Stuttgart, Berlin und Hamburg gehandelt.