09.10.2015

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Greiner Bio-One: Werkserweiterung in Ungarn - Erstmals Pipettenproduktion im Extrusionsverfahren - 7,4 Mio. Euro-Invest

Greiner Bio-One eröffnete gestern in Mosonmagyaróvár im Westen Ungarns eine 2.000 Quadratmeter große Produktionshalle mit anschließendem Bürogebäude. Das Unternehmen investierte nach eigenen Angaben 7,4 Mio. Euro in den Neubau und schafft damit 40 weitere Arbeitsplätze in der Grenzregion zu Österreich. Auch technologisch sei die Erweiterung ein Meilenstein: Zum ersten Mal werden bei Greiner Bio-One in Ungarn nun Extrusionsverfahren in der Medizintechnik angewandt, um Pipetten zu produzieren.

Ziele der Erweiterung des bestehenden Produktionsstandortes sind die Steigerung der Produktivität und die Einführung eines neuen Verfahrens. So werden am Standort zusätzlich zu den bisherigen Produkten Pipetten erzeugt, die mittels eines speziellen Extrusionsverfahrens hergestellt werden. "Innerhalb der Greiner Gruppe haben wir umfangreiches Know-how in der Verarbeitung von Kunststoff. Dieses Know-how kommt uns in der Einführung des Extrusionsverfahrens bei Greiner Bio-One in Ungarn zu Gute", sagt Axel Kühner, Vorstandsvorsitzender der Greiner Holding AG. "Mit der Erweiterung reagieren wir auf die stetig ansteigende Nachfrage an hochqualitativen Medizinprodukten. Mit dem Extrusionsverfahren für die Pipettenproduktion erhöhen wir die Wertschöpfung bei Greiner Bio-One und sind damit flexibler und unabhängiger von Zulieferbetrieben", so Rainer Perneker, Spartenleiter der Greiner Bio-One International GmbH.

Nachhaltiges Produktionsverfahren
Greiner Bio-One legte den weiteren Angaben zufolge bereits bei der Konzeptionierung der Halle Wert darauf, die Haustechnik für das Extrudieren und Spritzgießen auf die Produktion von medizintechnischen Produkten auszulegen. So sei das Unternehmen der erste Betrieb im Bereich Medizintechnik, der Grundwasser zum energieeffizienten Kühlen verwendet. Für die Produktion von labor- und medizintechnischen Produkten gilt die Kühlung und Belüftung aufgrund der Hygienebestimmungen als eine Herausforderung. Das geothermische Kühlungs- und Heizungssystem trage auf dem gesamten Betriebsgelände wesentlich zur Senkung der Betriebskosten und auch zur Reduzierung der Umweltbelastung bei. Die Erweiterung umfasst neben der neuen Produktionshalle einen modernen integrierten Bürokomplex für produktionsnahe Bereiche sowie Sozialräume.

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