25.09.2013

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Greiner Packaging: Verpackungsspezialist verbannt Bisphenol A aus der Produktion von Lebensmittel-Verpackungen

Der österreichische Verpackungshersteller Greiner Packaging International verbannt die umstrittene chemische Verbindung Bisphenol A (BPA) aus der Produktion von Lebensmittel-Verpackungen. Bis zum 1. Quartal 2014 werden den Angaben zufolge alle Produktionslinien auf "BPA-frei" umgestellt.

"Innovation bedeutet für uns, das Leben mit durchdachten Verpackungslösungen Stück für Stück einfacher und besser zu machen. Gleichzeitig hat aber auch der Schutz der Gesundheit von Konsumenten höchste Priorität. Deshalb steigen wir als erstes Unternehmen der Verpackungsbranche bei Lebensmittel-Verpackungen zur Gänze auf BPA-freie Materialien um", erklärt Willi Eibner, CEO von Greiner Packaging International. Die Umstellung betreffe in erster Linie 5-Gallonen-Wasserflaschen, die bisher auf Kundenwunsch noch aus Polycarbonat produziert wurden.

Mehrere Jahre Erfahrung mit BPA-freien Rohmaterialien
Zwei Jahre bevor die EU im Jahr 2011 die Verwendung von Polycarbonat (PC) in Babyflaschen untersagte, habe Greiner Packaging International diese sensiblen Produkte bereits BPA-frei hergestellt. Seit mehr als zwei Jahren erfolge die Herstellung von Kavodrink-Flaschen ausschließlich aus BPA-freien Rohmaterialen. Parallel zur Produktion würden permanent alternative Rohstoffe getestet, um Kunden jederzeit die bestmöglichen Lösungen bieten zu können. Eibner betont: "Wir konnten in den vergangenen Jahren viel Know-how in der Verarbeitung BPA-freier Rohmaterialen aufbauen. Dieser Wissensvorsprung kommt unseren Kunden jetzt zugute."

Erste Wahl: "Tritan" Copolyester von Eastman
Aktuell ist "Tritan" Copolyester von Eastman das von Greiner Packaging International bevorzugte BPA-freie Rohmaterial. Es sei sowohl von der FDA (US Food and Drug Administration) freigegeben als auch von der EFSA (European Food and Safety Association) gelistet worden. "Tritan" Copolyester gilt als bruchsicher, glasklar, hitzebeständig, spülmaschinenfest und sehr widerstandsfähig. Außerdem eröffne es ein hohes Maß an Designflexibilität. Bei der Produktion von 5-Gallonen-Wasserflaschen könne Greiner es sowohl im Spritzstreckblas-Verfahren als auch im Extrusionsblas-Verfahren verarbeiten.

BPA zunehmend in der Kritik - Politik reagiert mit Verboten
Die öffentliche Diskussion um die Chemikalie BPA trage dazu bei, dass immer mehr Staaten Verbote per Gesetz erlassen. Zuletzt sorgte Frankreich für EU-weites Aufsehen. Das Land verbiete BPA per Gesetz ab 2015 in allen Lebensmittel-Verpackungen und setze sich für ein entsprechendes EU-weites Verbot ein. Auch Schweden bereite ein komplettes BPA-Verbot vor.

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