21.09.2010

BKV Beteiligungs- und Kunststoffverwertungsgesellschaft mbH

Große Erfolge bei der Kunststoffverwertung

Kunststoffabfälle werden in Deutschland als wichtige Ressource genutzt. Auch in der Krise funktioniert die Kunststoffverwertung in Deutschland - die anfallenden Kunststoffe werden zu 41 Prozent werkstofflich, zu einem Prozent rohstofflich und zu 55 Prozent energetisch verwertet. Somit beträgt die Gesamtquote für die Verwertung rechnerisch 97 Prozent.

Dies geht aus der neuen Studie "Produktion, Verarbeitung und Verwertung von Kunststoffen in Deutschland 2009" hervor. Die im Zwei-jahres-Rhythmus erscheinende Studie wurde durch die Firma Consultic Marketing und Industrieberatung, Alzenau nunmehr zum siebten Mal erstellt. Auftraggeber der aktuellen Erhebung sind die BKV Plattform für Kunststoff und Verwertung, PlasticsEurope Deutschland e.V. und der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (bvse).

Die aktuelle Entwicklung in der Kunststoffindustrie scheint die jüngste Weltwirtschaftskrise fast vergessen zu machen, die Zahlen für das Erhebungsjahr 2009 sind allerdings noch deutlich von der Krise geprägt. So ging die Kunststofferzeugung in Deutschland deutlich zurück. Auch die Kunststoffverarbeitung gab 2009 aufgrund der geringeren Nachfrage vor allem in den Bereichen Bau und Fahrzeugbau nach, während die Produktion kurzlebigerer Produkte wie Verpackungen kaum betroffen war. Als recht stabil erwies sich auch das Kunststoffrecycling, das sich mittlerweile als Wirtschaftsfaktor und Bestandteil der Kunststoffwirtschaft etabliert hat. Der leichte Rückgang beim Recycling gegenüber dem Vergleichsjahr 2007 wurde durch einen entsprechenden Anstieg der energetischen Verwertung aufgefangen.

"Die Verwertung von Kunststoffabfällen ist in Deutschland sicher und zuverlässig organisiert und funktioniert offensichtlich auch in Ausnahmesituationen wie einer globalen Wirtschaftskrise", kommentiert Dr. Peter Orth, Geschäftsführer der BKV und Hauptgeschäftsführer von PlasticsEurope Deutschland e.V. die Ergebnisse. "Kunststoffabfälle werden heute nicht mehr als Abfall, sondern als wichtige Ressource gesehen. Damit tragen Kunststoffprodukte auch an ihrem Lebensende noch zu Ressourcenschonung und Klimaschutz bei".

Zusammenfassend ergibt sich für das Jahr 2009 folgendes Bild: Die in Deutschland erzeugte Kunststoffmenge betrug 17 Millionen Tonnen, rund 3,5 Millionen Tonnen weniger als im Vergleichsjahr 2007. Für die Herstellung von Kunststoffprodukten wurden in Deutschland 10,7 Millionen Tonnen (2007: 12,5 Millionen Tonnen) eingesetzt. Die Kunststoffabfallmenge betrug im Jahr 2009 4,9 Millionen Tonnen. Sie stieg mit plus 70.000 Tonnen gegenüber 2007 kaum nennenswert an, 97 Prozent der gesamten Kunststoffabfallmenge wurden verwertet, 41 Prozent werkstofflich, ein Prozent rohstofflich und 55 Prozent energetisch. Die Beseitigung spielt praktisch keine Rolle mehr.

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