09.11.2010

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Gute Stimmung und starke Impulse - K 2010 übertrifft Erwartungen deutlich

Vor allem die Fülle technologischer Neuentwicklungen, die Rohstofferzeuger, Maschinenbauer und Hersteller von technischen Teilen präsentierten, begeisterte die Fachbesucher, die aus weit mehr als 100 Ländern zur K 2010 nach Düsseldorf gekommen waren. Ulrich Reifenhäuser, Vorsitzender des Ausstellerbeirats bemerkte dazu: "Es ist deutlich zu spüren, dass sich während der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise ein Investitionsstau aufgebaut hatte. Nun steigt weltweit die Nachfrage, und wir registrieren ein überwältigendes Kundeninteresse aus unseren Abnehmerbranchen. Die Innovationen, die auf der K 2010 Premiere haben, sorgen für einen kräftigen Schub im Auftragseingang. Jetzt kommt den Unternehmen zugute, dass sie auch in den schlechten Zeiten ihre Stärken ausgebaut, Neuheiten entwickelt und ihre Wettbewerbsfähigkeit entschieden gestärkt haben!"Besucherstruktur
Weit mehr als die Hälfte (annähernd 60 %) der Besucher kamen nicht aus Deutschland; insgesamt waren mehr als 100 Nationen vertreten. Der Anteil der Besucher aus Übersee ist dabei um 3 % gestiegen. Zur K 2007 stammten noch 57 % aller ausländischen Gäste aus Europa, in diesem Jahr waren es 54 %. Die größte Gruppe kam dabei aus Asien - etwa 30 000 Fachleute. Mit rund 11 000 Besuchern stellte Indien erneut hier den größten Anteil. Erheblich angestiegen ist auch die Zahl der Besucher aus der Türkei und aus Israel mit 4100 (2007: 2800) bzw. 3600 (2007: 2300). Im Vergleich zur K 2007 kamen auch mehr Besucher aus Ägypten, Brasilien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Mit rund 10 500 ist die Zahl der Gäste aus Lateinamerika stabil geblieben, aus den USA und Kanada kamen etwa 6800 Besucher. Bei den Besuchern aus den europäischen Nachbarländern dominierten mit jeweils rd. 7 000 Besuchern Frankreich und die Niederlande, gefolgt von Italien, Belgien und Österreich.Stimmen der Branchenverbände
Der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie wertet die K rückblickend "alles in allem gesehen" wieder als großen Erfolg. Die Hersteller von Rohstoffen für die Kautschukindustrie berichten nach Aussagen des Branchenverbandes, dass sie sehr gute, auf hohem Niveau stattfindende, Gespräche führen konnten. Allerdings seien nur wenige direkte Abschlüsse getätigt worden. Angesichts der hohen Rohstoffpreise und zum Teil problematischer Verfügbarkeit hätten viele Besucher die Chance genutzt, Alternativlieferanten zu suchen und auch zu finden. Anders sehe es bei den Herstellern von Maschinen zur Kautschukverarbeitung aus. Hier zeige sich, dass ein erheblicher Nachholbedarf bei Investitionen gegeben ist, die aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung der letzten beiden Jahre aufgeschoben worden waren. Insbesondere die ersten Messetage brachten hier sehr viele gute Gespräche, die auch zum Abschluss geführt haben.Der wdk subsumiert für beide Ausstellergruppen - Maschinen- wie Rohstofflieferanten, dass sie mit der K 2010 deutlich zufriedener sind, als im Vorfeld erwartet. Insbesondere der Anteil der ausländischen Besucher wurde durchweg positiv beurteilt.Der VDMA zeigte sich rundum zufrieden mit der bis ins Detail hervorragend organisierten Messe. Die bereits im Aufschwung befindlichen deutschen Kunststoff- und Gummimaschinenhersteller erwarten durch die K einen weiteren deutlichen Schub. Auf der Basis der seit Jahresbeginn anziehenden Auftragseingänge - plus 85 % von Januar bis September 2010 im Vorjahresvergleich - kommt der Fachzweig erheblich schneller als erwartet auf Vorkrisenniveau.Das Interesse der Besucher bei den Maschinenbauern lag v.a. bei den Themen Energieeinsparung, Materialeffizienz, Leichtbau und Prozessoptimierung. Der VDMA sieht seine kürzlich abgegebene Einschätzung zur Branchenentwicklung vor diesem Hintergrund bestätigt. Er rechnet mit einem Umsatzwachstum der Branche von etwa 15 % für das Jahr 2010 und einem erneuten Wachstum von etwa 10 % für 2011.Auch die Kunststofferzeuger, vertreten durch PlasticsEurope, vermeldeten Zufriedenheit rundum. Die Erwartungen seien sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht voll erfüllt worden. Wie PlasticsEurope weiter berichtet, ist die Fachkompetenz der Messebesucher weiter gestiegen. Das gelte auch für die Qualität der Messekontakte insgesamt. In den Gesprächen sei kein einzelnes, dominantes Thema auszumachen gewesen. Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Innovation seien jedoch immer wieder von besonderem Interesse gewesen. Der Anteil der ausländischen Besucher an den Ständen der Erzeuger lag ersten Schätzungen von PlasticsEurope zufolge deutlich über 60 %, punktuell sogar höher.Auch die Verarbeiter, vertreten durch den GKV Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. beurteilen den Messeverlauf als durchweg positiv. Die kunststoffverarbeitende Industrie in Deutschland hat im Jahr 2009 ca. 46 Mrd. EUR erwirtschaftet. Das entspricht einem Umsatzminus von 14 %. Im 1. Halbjahr 2010 hat der Wirtschaftszweig gegenüber dem Vorjahreszeitraum 15 % mehr umgesetzt. In allen Sparten der Kunststoffverarbeitung sind aktuell erhebliche Zuwachsraten zu verzeichnen. Insbesondere die Zulieferer der Automobilindustrie profitieren von der stark gestiegenen Nachfrage. Allerdings ist die Rohstoffverfügbarkeit für viele Verarbeiter ein nach wie vor dominierendes Thema. Die Engpässe in der Rohstoffversorgung und v.a. die zahlreichen Force-majeure-Meldungen der zurückliegenden Monate waren ein großes Thema. Der GKV sagte, dass er dies zum Anlass nehmen wird, den Mitgliedern seiner Trägerverbände weitere rechtliche Hilfestellungen an die Hand zu geben, um sich gegen die ungerechtfertigte Einwendung höherer Gewalt wehren zu können.Die nächste K-Düsseldorf findet vom 16. bis 23. Oktober 2013 statt.

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