17.03.2015

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H&R: Rückläufiger Umsatz auch im Kunststoffsegment

Die H&R Aktiengesellschaft hat heute zusammen mit ihrem Geschäftsbericht die testierten Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2014 veröffentlicht. Das Unternehmen bestätigt damit die am 13. Februar 2015 publizierten vorläufigen Zahlen.

Im Geschäftsjahr 2014 hat die Gesellschaft insgesamt rund 697.000 Tonnen hochwertiger Hauptprodukte wie beispielsweise Weichmacher, Weißöle oder Paraffine verkauft. Das sind rund 5 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Signifikante Mengeneffekte resultierten aus der Auftragsfertigung am Standort Salzbergen, die sich im Geschäftsjahr 2014 erstmals ganzjährig auf die Produktionsmenge ausgewirkt hat, sowie aus der veränderten Produktionssteuerung des Hamburger Standortes. Letztere ließ jedoch im Gegenzug den Anteil der im Produktionsprozess gewonnenen margenstärkeren Hauptprodukte ansteigen.

Die Konzernumsätze beliefen sich im Berichtsjahr auf EUR 1.058,6 Mio. Dies ist ein Rückgang um rund 13 % verglichen mit dem Vorjahr (2013: EUR 1.214,4 Mio.). Ein wesentlicher Grund hierfür war nach Unternehmensangaben der niedrigere Rohölpreis. Dieser weist demnach regelmäßig eine hohe Korrelation zu den Umsatzerlösen der H&R AG auf. Entsprechend sanken die Umsatzerlöse aufgrund der Preis- und Mengeneffekte.

Das operative Ergebnis (EBITDA) erreichte im Geschäftsjahr 2014 EUR 31,5 Mio. (2013: EUR 32,6 Mio.) und lag damit im Rahmen der im Dezember 2014 veröffentlichten Ergebnisprognose. Das EBIT entwickelte sich deutlich positiv und stieg um EUR 9,9 Mio. auf EUR 5,8 Mio. (2013: EUR -4,1 Mio.). Das Konzernergebnis nach Minderheiten belief sich auf EUR -15,4 Mio. (2013: EUR -14,0 Mio.) und lag damit aufgrund von latenten Steuereffekten unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2013.

Die Mitarbeiterzahl im Konzern stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 9,5 % auf 1.553 Mitarbeiter.

Entwicklung in den Segmenten
Der H&R AG-Konzern unterteilt seine Geschäftstätigkeit in die an den Außenumsatzerlösen gemessen zwei größten Segmente ChemPharm Refining und ChemPharm Sales sowie das kleinere Segment Kunststoffe. Im Segment ChemPharm Refining ist die Produktion des H&R AG-Konzerns an seinen zwei Raffineriestandorten Hamburg und Salzbergen gebündelt. Hier wirkten sich die Ölpreiseffekte am stärksten aus: die Umsätze beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf EUR 768,7 Mio. nach EUR 941,0 Mio. im Vorjahr. Damit steuerte dieser Bereich ca. 71,6 % (2013: 76,0 %) des Konzernumsatzes bei. Im Segment ChemPharm Sales sind die Weiterverarbeitungs- und Vertriebsaktivitäten des H&R AG-Konzerns an seinen internationalen Standorten zusammengefasst. Dieser Unternehmensbereich legte mit einem Plus von ca. 5,6 % auf EUR 244,7 Mio. (2013: EUR 231,7 Mio.) zu. Damit erzielte er einen Anteil von ca. 23,1 % des Konzernumsatzes. Hier wirkten die im Rahmen der Strategie hinzugewonnenen Aktivitäten in China positiv auf die Erlöse. Die Umsätze im Segment Kunststoff zeigten sich rückläufig und erreichten EUR 56,5 Mio. (2013: EUR 62,7 Mio.). Der Anteil am Konzernumsatz belief sich auf ca. 5,3 %.

Über die H&R AG
Die im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierte H&R AG ist als Unternehmen der Spezialchemie in der Entwicklung und Herstellung chemisch-pharmazeutischer Spezialprodukte auf Rohölbasis und in der Produktion von Präzisions-Kunststoffteilen tätig.

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