04/11/2014

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Hella: Automobilzulieferer geht an die Börse - Gesellschafterfamilie bleibt Mehrheitsaktionär - Weitere globale Expansion angestrebt

Die Hella KGaA Hueck & Co., einer der weltweit führenden Automobilzulieferer für Licht und Elektronik sowie ein wichtiger Partner des Teilehandels (Aftermarket) in Europa, geht an die Börse. Die Notierungsaufnahme erfolgt voraussichtlich am 11. November 2014 am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard) sowie der Börse Luxemburg.

Mit den Erlösen aus der kürzlich abgeschlossenen Privatplatzierung über 278 Millionen Euro beabsichtigt Hella, die eingeschlagene Wachstumsstrategie fortzusetzen. Die Gesellschafterfamilie bleibt dauerhaft Mehrheitsaktionär. "Hella hat sich in der globalen Automobilindustrie sehr erfolgreich entwickelt. Unser Kernziel ist, dass Hella langfristig ein eigenständiges Familienunternehmen bleibt", sagt Dr. Jürgen Behrend, persönlich haftender, geschäftsführender Gesellschafter. "Der Börsengang eröffnet uns neue Möglichkeiten, um unseren langfristigen Wachstumspfad erfolgreich fortzusetzen."

Die Aktien des global aufgestellten Unternehmens werden zum Börsengang mit einer maßgeschneiderten Transaktionsstruktur in zwei Schritten platziert: Im Zuge einer vertraulichen Privatplatzierung hat Hella bereits 11.111.112 Aktien (ca. 11,1 Prozent des Grundkapitals) zu einem Preis von 25,00 Euro je Aktie aus einer noch durchzuführenden Kapitalerhöhung platziert und wird daraus einen Emissionserlös von rund 278 Millionen Euro erzielen. Durch diesen, kürzlich abgeschlossenen Transaktionsschritt erfüllt Hella die Voraussetzung für die Notierungsaufnahme der Aktien im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard) und der Börse Luxemburg.

Darüber hinaus werden im Rahmen einer weiteren Privatplatzierung außerhalb der USA, Kanada, Australien und Japan in einem beschleunigten Bookbuilding-Verfahren weitere bis zu 5,75 Millionen Aktien aus dem Bestand der Familienaktionäre angeboten, davon bis zu 0,75 Millionen Aktien im Rahmen einer Mehrzuteilungsoption (Greenshoe). Die Zeichnungsfrist läuft vom 3. November bis voraussichtlich zum 6. November 2014. Dieser zusätzliche Transaktionsschritt dient der weiteren Verbreiterung des Aktionärskreises und soll den Freefloat insgesamt stärken.

"Gemeinsam mit unseren Banken haben wir gezielt eine Struktur entwickelt, bei der wir uns mit ausgewählten Investoren frühzeitig und intensiv austauschen konnten. Es war uns außerdem wichtig, bereits im ersten Schritt eine ausgewogene Basis namhafter institutioneller Investoren und Family Offices zu schaffen", sagt Dr. Jürgen Behrend. "Für uns als Familienunternehmen spielt zudem die Transaktionssicherheit eine besondere Rolle."

Gesellschafterfamilie bleibt Mehrheitsaktionär
Der Streubesitz (Freefloat) wird bei voller Ausübung des Greenshoes etwa 15 Prozent betragen, die übrigen rund 85 Prozent der Anteile bleiben im Besitz der Eigentümerfamilie. "Die Gesellschafterfamilie wird langfristig Ankeraktionär von Hella bleiben", sagt Dr. Jürgen Behrend. "Deshalb haben wir uns als Familie in einer Poolvereinbarung verpflichtet, 60 Prozent der Anteile bis mindestens 2024 gemeinsam zu halten und mit einer Stimme als Familie zu agieren. ”Die restlichen 25 Prozent der Anteile der Gesellschafterfamilie unterliegen einem marktüblichen Lock-up von sechs Monaten. Eine Aufnahme in den MDAX wird mittelfristig angestrebt.

Erfolgreiche Unternehmensentwicklung soll fortgesetzt werden
Mit einem Umsatz von 5,3 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2013/2014 gehört Hella zu den Top 50 der weltweiten Automobilzulieferer. Über die vergangenen zehn Jahre hat Hella (auf Basis der berichteten Zahlen) ein nachhaltiges Umsatzwachstum von durchschnittlich 6,3 Prozent pro Jahr erzielt - seit dem Geschäftsjahr 2008/2009 sogar 10,2 Prozent. Das um Aufwand im Zusammenhang mit einem freiwilligen Abfindungs- und Altersteilzeitprogramm am Standort Lippstadt in Höhe von 52 Millionen Euro bereinigte EBIT hat Hella im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2013/2014 auf 393 Millionen Euro gesteigert und eine bereinigte EBIT-Marge von 7,4 Prozenterwirtschaftet.

Weitere globale Expansion angestrebt
"Wir wollen weiter international expandieren und in Innovationen investieren, um den Kunden weltweit noch bessere Lösungen anzubieten", sagt Dr. Rolf Breidenbach, Vorsitzender der Hella Geschäftsführung. "Mit unserer erfolgreichen Wachstumsstrategie auf Basis von Technologieführerschaft, einem attraktiven Kundenportfolio, operativer Exzellenz und globaler Präsenz sind wir hervorragend aufgestellt, um weitere Marktpotenziale optimal für uns zu erschließen. Mit den Erlösen aus dem Börsengang können wir den langfristigen Wachstumskurs mit Nachdruck fortsetzen."

Weitere Details zur maßgeschneiderten Transaktion
Mit dem erfolgreichen Abschluss der vertraulichen Privatplatzierung hat Hella den entscheidenden Meilenstein beim Gang an die Börse erreicht und bereits zehn Prozent der Aktien (nach Kapitalerhöhung) bei institutionellen Investoren und Family Offices platziert. Die Hella Aktien können voraussichtlich ab dem 11. November 2014 mit dem Börsenkürzel HLE gehandelt werden. Die Internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) lautet DE000A13SX22, die Wertpapierkennnummer (WKN) A13 SX2.

Beim Börsengang und den begleitenden Privatplatzierungen fungieren Bankhaus Lampe und Citigroup als Joint Global Coordinator und Joint Bookrunner.

Über Hella
Der Automobilzulieferer Hella ist ein global aufgestelltes, unabhängiges Familienunternehmen mit über 30.000 Beschäftigten an mehr als 100 Standorten in über 35 Ländern. Der Hella Konzern entwickelt und fertigt für die Automobilindustrie Komponenten und Systeme der Lichttechnik und Elektronik und verfügt weiterhin über eine große Handelsorganisationen für Kfz-Teile, Zubehör, Diagnose und Serviceleistungen. In Joint-Venture-Unternehmen entstehen komplette Fahrzeugmodule, Klimasysteme und Bordnetze. Mit über 5.800 Beschäftigen in Forschung und Entwicklung zählt sichHella zu den wesentlichen Innovationstreibern im Markt. Darüber hinaus gehört der Hella Konzern mit einem Umsatz von rund 5,3 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2013/2014 zu den Top 50 der weltweiten Automobilzulieferer sowie zu den 100 größten deutschen Industrieunternehmen.

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