31.03.2011

www.gupta-verlag.de/polyurethane

Hennecke mit neuer Verfahrenstechnik auf der JEC Composites

Eine innovative Verfahrenstechnik ist die Herstellung von faserverstärkten Strukturbauteilen im High-Pressure-RTM-Verfahren (HP-RTM). Gegenüber dem klassischen RTM-Verfahren bietet die neue Technologie eine schnelle Injektion des reaktiven Gemisches in die Kavität. Dies ermöglicht kurze Aushärtezeiten und eine Taktzeit­optimierung im gesamten Prozess. So lassen sich auch hohe Stückzahlen realisieren (siehe auch S. 67 in dieser Ausgabe).Darüber hinaus präsentiert Hennecke eine weitere Neuheit, die in Zusammenarbeit mit Bayer MaterialScience (BMS) entstanden ist und den Einsatz von Füllstoffen wie Bariumsulfat im reaktiven Poly­urethangemisch ermöglicht. So können Füllstoffe nun mittels eines Gasstroms gefördert, und während der Vermischungsphase in die Mischkammer injiziert werden: die Solid Injection by Air­stream-Technologie (SIA). Das Verfahren eröffnet Möglichkeiten für die Verwendung sehr leichter oder schwerer Füllstoffe oder auch der Kombination verschiedener Typen. Sogar reaktive Substanzen oder Teilchen mit poröser Oberfläche können eingesetzt werden - von Blähgrafit bis hin zu Hohlglaskugeln. Die Gefahr einer Beeinträchtigung der Füllstoffe wird dabei deutlich reduziert, ebenso die Wahrscheinlichkeit der Abnutzung von Anlagenteilen durch abrasive oder korrosive Zusatzstoffe. Die Technologie ermöglicht darüber hinaus eine Variation des Füllstoffgehalts innerhalb einer Schicht oder zwischen verschiedenen Schichten, bspw. bei einem Sandwich-Verbund. Zu dem Verfahren betreibt BMS eine Pilotanlage in Leverkusen. BMS stellt das neue Verfahren ebenfalls auf der JEC Composites vor, am Stand P14.Des Weiteren zeigt Hennecke Musterteile aus dem Automotive- und Sanitär-Bereich, die mit der Sprühtechnologie PUR-CSM realisiert werden. Daneben werden leichte und gleichzeitig hoch belastbare Sandwich-Verbundbauteile mit Wabenstruktur (Honeycomb) zu sehen sein.

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