© Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich [dim_it:pic_desc]Fünf Jahre bleibt Staudinger dem Badischen treu, dann folgt er einem Ruf in die Schweiz: Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich lockt ihn im Sommer 1912 mit einem Ordinariat. Als Nachfolger von Richard Willstätter (1872-1942), den es ans neu gegründete Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie nach Berlin zieht, wird Staudinger mit 31 Jahren ordentlicher Professor und forciert seine Forschungen an Cellulose und Kautschuk. Vierzehn Jahre lang, von 1912 bis 1926, wird Staudinger sich an Zürich binden, widersteht Rufen der Universitäten Graz und Hamburg. „Aus gutem Grund“, urteilt der Journalist Siegfried Heimlich, denn „vom Boden der neutralen Schweiz kann er die unsäglichen Verstrickungen seiner deutschen Heimat im Ersten Weltkrieg beobachten, ohne selbst dabei aktiv mit hineingezogen zu werden“ (Heimlich 1998, 82). [/dim_it:pic_desc]