04.03.2013

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Hirsch Servo: EPS-Spezialist verzeichnet Umsatzplus

Die Hirsch Servo AG meldet für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2012/13, dass der Umsatz trotz einem nach wie vor instabilen Marktumfeld um drei Prozent über dem Vorjahresumsatz des ersten Halbjahres lag. Eine Umsatzsteigerung im Geschäftsfeld EPS-Verarbeitung konnte demnach gegenüber dem Vorjahreszeitraum vor allem aufgrund einer Absatzmengenerhöhung sowie etwas höherer Verkaufspreise durch gestiegene Rohstoffpreise erzielt werden. Der Umsatz im Geschäftsfeld Technologie erreichte beinahe das Niveau des Vorjahres, im zweiten Quartal drehte hier das EBIT (Betriebsergebnis) ins Plus, sodass der Verlust des ersten Quartals annähernd halbiert werden konnte.

Insgesamt konnten im Berichtszeitraum Umsatzerlöse in Höhe von 44,8 Mio € (VJ: 43,4 Mio €) erwirtschaftet werden. Das EBIT (Betriebsergebnis) beträgt -0,68 Mio € (VJ: -1,16 Mio €), das EGT (Ergebnis vor Steuern) -1,87 Mio € (VJ: -2,90 Mio €).

Das Periodenergebnis hat sich auf -2,06 Mio € (VJ: -2,91 Mio €) verbessert. Der Bilanzverlust beträgt -17,6 Mio € (30.6.2012: -15,8 Mio €).

Die Eigenkapitalquote verringerte sich auf 5,6 % (30.6.2012: 7,6 %).

Zum Stichtag 31.12.2012 beschäftigte die HIRSCH Servo Gruppe 564 Mitarbeiter (VJ: 577 Personen). Im Jahresdurchschnitt ist der Personalstand auf 586 Personen (VJ: 592 Personen) gesunken.

Die Investitionen im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres betrugen 0,8 Mio € (VJ: 0,6 Mio €). Mit dem primären Ziel der Sicherung der Liquidität ist für das laufende Wirtschaftsjahr weiterhin eine restriktive Investitionstätigkeit geplant.

Entwicklung der Geschäftsfelder im 1. Halbjahr 2012/13
Im Geschäftsfeld EPS-Verarbeitung, mit den beiden Bereichen EPS-Verpackungen und EPS-Dämmstoffe, wurden im Berichtszeitraum Umsatzerlöse in Höhe von 39,2 Mio € (VJ: 37,6 Mio €) erwirtschaftet. Die Umsatzsteigerung von rund 4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum sei vor allem auf eine Absatzmengenerhöhung im Verpackungsbereich sowie auf etwas höhere Verkaufspreise durch gestiegene Rohstoffpreise zurückzuführen. Niedrigere Deckungsbeiträge aufgrund der Rohstoffpreiserhöhung sowie umgelegte Aufwendungen zur Umsetzung eigenkapitalstärkender Maßnahmen für den Konzern führten demzufolge trotz verminderter operativer Fixkosten zu einem Rückgang im EBIT auf -0,51 Mio € (VJ: 0,39 Mio €). Niedrigere Zinsaufwendungen als im Vorjahr führten zu einem geringeren Rückgang des Ergebnisses vor Steuern. Das EGT beträgt -1,55 Mio € (VJ: -0,99 Mio €).

Im Geschäftsfeld Technologie beliefen sich die Umsatzerlöse mit 5,6 Mio € (VJ: 5,8 Mio €) beinahe auf Vorjahresniveau, die niedrige Projektaktivität vor allem im europäischen Raum konnte hier durch neue Produkte (Umbauten und Refurbishments) im Bereich Aftermarket kompensiert werden. Hirsch Maschinenbau am Standort Glanegg konnte bei stabilen Umsätzen im zweiten Quartal die Ertragslage deutlich weiter verbessern. Zudem wurde im 2. Quartal eine weitere mobile Fertigungsanlage für Porozell-Schalungssteine nach Ghana ausgeliefert. Hirsch Italia litt auch im zweiten Quartal noch unter dem Auftragseinbruch in den ersten sechs Monaten des letzten Kalenderjahres. Die extrem niedrigen Umsätze brachten im zweiten Quartal des Berichtszeitraumes weitere Verluste, welche aber durch die gute Ertragslage in Glanegg mehr als kompensiert werden konnten. Insgesamt konnte dadurch im zweiten Quartal ein EBIT von knapp 4% erzielt werden. Mit 1.1.2013 wurde die Produktion der Blockanlagen in Italien ausgelagert. Die dadurch erzielten Einsparungen, sowie der derzeit bestehende Auftragsvorrat lassen ein gutes Ergebnis für das zweite Halbjahr - auch für Italien - erwarten. Trotz weniger ausgelieferter Maschineneinheiten konnte das EBIT auf -0,17 Mio € (VJ: -1,37 Mio €) und das Ergebnis vor Steuern auf -0,32 Mio € (VJ: -1,65 Mio €) aufgrund stark gestiegener Umsätze im Aftermarket sowie geringeren operativen Fixkosten verbessert werden.

Über Hirsch Servo
Die Hirsch Servo Gruppe, EPS-Spezialist an der Wiener Börse, unterhält Produktionsstandorte in Österreich, Ungarn, Polen, Slowakei, Italien und Rumänien. EPS-Produkte (EPS steht für expandierbares Polystyrol, Markennamen Porozell®) unterstützen u.a. Energieeinsparungsmaßnahmen und ermöglichen nachhaltiges und ökologiegerechtes Wachstum. Die vielfältigen Anwendungsgebiete reichen von Verpackungen, Technischen Formteilen, Gebäudeisolierungen, Systemplatten für Fußbodenheizungen und Systembausteinen bis hin zu Thermozell® Leichtbeton-Produkten und Transportpaletten.

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