Hochleistungskunststoffe: Von Motorsport bis Industrie 4.0

Hochleistungskunststoffe auf dem Weg vom Motorsport in die Serie“ sowie die „Angst vor Kunststoffen“ stehen im Mittelpunkt zweier Vorträge beim 25. Stuttgarter Kunststoffkolloquium, zu dem das Institut für Kunststofftechnik (IKT) der Universität Stuttgart am 22. und 23. März 2017 einlädt. Neben Hochleistungskunststoffen widmet sich die Veranstaltung den Themen Industrie 4.0, neuen Verfahren sowie einer Vielfalt an weiteren zukunftweisenden Themen in der Kunststofftechnik.

Zum 25. Jubiläum bietet die seit 1968 etablierte Veranstaltung über 50 Vorträge in drei Parallelsessions. Diese werden erneut im Zeichen der Themengebiete „Forschung an Maschine und Verfahren“, „Leichtbau mit Kunststoffen“ und „Forschung am Werkstoff“ stehen und sich dabei einer Vielzahl von aktuellen Themen widmen.

Neben den vielen Fachvorträgen werden zudem zwei Plenarvorträge sowie eine Podiumsdiskussion aktuelle Herausforderungen für die Kunststoffbrance thematisieren. So wird sich der Leiter Motorsport und GT Fahrzeuge der Porsche AG, Dr. Frank-Steffen Walliser in seinem Plenarvortrag „Hochleistungskunststoffe auf dem Weg vom Motorsport in die Serie“ aktuellen Trends in der Automobilbranche widmen.

Dem durch mediale Berichterstattung und verbreitete Ängste belasteten Image von Kunststoffen in der Bevölkerung widmet sich der zweite Plenarvortrag. Unter dem Titel „Angst vor Kunststoffen? Zur Risikowahrnehmung der Bevölkerung“ wird Prof. Ortwin Renn, unter anderem Mitglied der von der Bundeskanzlerin eingesetzten Ethikkommission, darüber sprechen, inwiefern Kunststoffe mit Vorbehalten zu kämpfen haben, obwohl die Fakten eine andere Sprache sprechen.

Auch in diesem Jahr wird es eine Podiumsdiskussion geben, die unter dem Titel „Industrie 4.0 – Gläserner Zulieferer oder glänzende Zukunft?“ steht. Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung und Vernetzung von Prozessen und Daten erörtern Dr. Andreas Herold (B.Braun), Herr Bernd Beiermeister (BOSCH), Dr. Marco Wacker (UVEX), Prof. Christian Hopmann (IKV) und Thorsten Kühmann (VDMA) das Thema Industrie 4.0 mit seinen Risiken und Chancen - erstmals aus Verarbeitersicht.

Eine weitere Premiere ist die Verleihung des Automotive Academy Award 2017 durch Dr. Klaus-Dieter Johnke und Dr. Rudolf Fernengel der SPE Central Europe, mit dem Studierende der Kunststofftechnik ausgezeichnet werden, die eine hervorragende Masterarbeit mit Bezug zur Automobilanwendungen anfertigten.