02.08.2010

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Hochschule trifft Mittelstand vor Ort

Im Kommunikationszentrum BayKomm der Bayer AG in Leverkusen standen vor allem die Themenfelder "Kunststoffe für die Solartechnik" sowie "Neue Composites, Herstellverfahren und Anwendungen" im Fokus. Unter der Moderation von Dr. Georg Oenbrink, Evonik Degussa GmbH, zeigte sich die dritte Veranstaltung der Reihe "Hochschule trifft Mittelstand vor Ort" als zukunftsorientiertes Projekt für die gesamte Wertschöpfungskette im Kunststoffland NRW. Dr. Bärbel Naderer, Geschäftsführerin des Vereins kunststoffland NRW und Clustermanagerin Kunststoff.NRW, betonte, dass es jetzt darum gehe, über Information und Kommunikation hinaus zum gemeinsamen Handeln, zur Kooperation zu kommen, und zwar im Interesse der gesamten Wertschöpfungskette Kunststoff am Standort NRW. Gemeinsame Projekte von Mittelständlern, Großunternehmen und Hochschulen könnten bspw. im Rahmen neuer NRW-Förderwettbewerbe des Landes oder auch bei Programmen des Bundes und der EU eingereicht werden. Zum Thema Composites zeigt das Land jetzt auch Flagge im Rahmen des Messegemeinschaftsstandes auf der Composites Europe 2010 im September in Essen.


Kunststoffe für die Solartechnik
Auf große Resonanz stießen die Fachvorträge. Im ersten Themenkreis referierten Prof. Dr. Klaus Meerholz von der Universität Köln und Prof. Dr.-Ing. Friedhelm Schlößer von der Vaillant GmbH über die Einsatzbereiche von Kunststoffen in der Solartechnik. Das Themenfeld traf auf reges Interesse. Betont wurde von den Referenten vor allem das Potenzial der Kunststoffe für diesen stetig wachsenden Zukunftsmarkt.

Neue Composites, Herstellverfahren und Anwendungen

Der zweite Themenkreis wurde unter dem Schwerpunkt "Neue Composites, Herstellverfahren und Anwendungen" durch Prof. Dr.-Ing. Gerhard Ziegmann vom Institut für Polymerwerkstoffe und Kunststofftechnik an der Technischen Universität Clausthal eröffnet. Er nannte nicht nur Trends und Herausforderungen aus der CFK-Fertigung, sondern zeigte auch erfolgreiche CFK Produkte aus der Serienfertigung. Dipl.-Ing. Kai Fischer vom Institut für Kunststoffverarbeitung an der RWTH Aachen legte das Potenzial von Spaltimprägnierverfahren für die Großserienfertigung von Hochleistungsbauteilen aus FVK dar. Dr. Uwe Stute vom Laser Zentrum Hannover erläuterte das Laserstrahlschweißen von kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen, während Dr. Péter Krüger von der Bayer MaterialScience AG (BMS) zu Carbon Nanotubes und Tim Rademacker von CFK Valley, Stade Recycling GmbH & Co. KG, zum CFK-Recycling referierten.
Die anschließende Podiumsdiskussion regte zu einem vielfältigen Austausch über zukünftige Projekte der Kunststoffindustrie in Nordrhein-Westfalen an. Erste intensive Kontakte sind bereits geknüpft. kunststoffland NRW e. V. konnte sich erneut als effiziente Kommunikationsdrehscheibe positionieren.

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