03/07/2012

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Holzma: Optimierter Kunststoffzuschnitt bei ThyssenKrupp Plastics

ThyssenKrupp Plastics, Distributeur von Kunststoff-Halbzeugen, liefert und verarbeitet Produkte für den Hochbau, die visuelle Kommunikation sowie Rohrleitungssysteme und Technische Kunststoffe. Wie die Holzma Plattenaufteiltechnik GmbH mitteilt, sind im Kunststoffzuschnitt bei ThyssenKrupp Plastics an den 15 Lagerstandorten in Deutschland rund 30 Holzma Sägen im Einsatz. Das Spektrum reicht von kleineren Modellen bis hin zu großen Sägen wie der HPP 510.

Um die Effizienz und Qualität der eigenen Anarbeitungsdienstleistungen weiter zu steigern, habe ThyssenKrupp Plastics die Spezialisten von Holzma damit beauftragt, die Optimierungssoftware Schnitt Profi(t) für alle Sägen auf den aktuellen Stand zu vereinheitlichen, die eigenen Mitarbeiter zu schulen und nötige Hardware-Aktualisierungen vorzunehmen.

"Auch in der Zuschnittoptimierung arbeiteten viele unserer Standorte bereits mit der bewährten Holzma Software Schnitt Profi(t)", berichtet Jens Dahm, Product Manager ThyssenKrupp Plastics, "allerdings mit unterschiedlichen und oft älteren Versionen, so dass wir das Potenzial dieser Optimierungssoftware nicht ausschöpfen konnten." Die Optimierung lief in den einzelnen Werken dezentral und offline.

Mehr Effizienz, weniger Administrationsaufwand
"Um das bisher ungenutzte Optimierungspotenzial zu nutzen und unsere Arbeitsabläufe in der Produktion je Werk sowie standortübergreifend besser aufeinander abzustimmen, haben wir uns direkt an Holzma als langjährigen Sägen- und Softwarepartner gewendet", sagt Dahm. Ziele waren, die Effizienz in der Zuschnittoptimierung deutlich zu steigern und den Administrationsaufwand im Umgang mit der Software sowie für künftige Aktualisierungen zu senken.

"Deshalb haben wir im ersten Schritt die aktuellen Optimierungsabläufe an den 20 deutschen Standorten von ThyssenKrupp Plastics analysiert und auf dieser Basis dann ein individuell passendes Konzept entwickelt", erklärt Arne Mömesheim, Leiter Holzma Schnitt Profi(t). Die Lösung: Auch künftig wird dezentral an den einzelnen Standorten optimiert - jedoch online. Die Schnitt Profi(t) Software wird nur noch auf einem einzigen Zentralrechner installiert. Die Mitarbeiter in den Werken haben per Einzelplatzlizenz Zugriff, erstellen die Schnittpläne und schicken sie online direkt an die jeweilige Säge. Das soll Zeit und Geld sparen und Fehler vermeiden. Softwareaktualisierungen oder neue Parametereinstellung müssten so nur noch einmal am Zentralrechner vorgenommen werden und stehen dann unternehmensweit sofort an allen Einzelarbeitsplätzen zur Verfügung.

"Der entscheidende Vorteil für uns ist, dass wir auf diese Weise viel vernetzter arbeiten und Aufträge untereinander austauschen können", betont Alex Hammer, Leiter Logistik Süd ThyssenKrupp Plastics, und erklärt: "Hat ein Werk das benötigte Material gerade nicht vorrätig, kann es den Auftrag inklusive der Schnittpläne online direkt an einen anderen Standort weiterleiten. So erhält der Kunde das bestellte Material immer pünktlich - und wir können Leistungsspitzen flexibel ausgleichen."

Hardware-Aktualisierungen inklusive
Je nach Baujahr und Ausstattung der vorhandenen Holzma Sägen waren für die Umsetzung dieses Konzepts auch etliche Hardware-Aktualisierungen erforderlich. "Um hier für den Kunden schnell und zielgenau vorzugehen, haben wir von Anfang an die Spezialisten vom Holzma Service eingebunden", betont Mömesheim. Die Netzwerkfähigkeit der Maschinenrechner war dabei allerdings nur ein Aspekt. Bei allen neueren Holzma Sägen sei sie ohnehin gegeben und müsse nur freigeschaltet werden. "Als Qualitätsanbieter mit höchsten Ansprüchen wollte ThyssenKrupp Plastics jedoch die Gelegenheit nutzen und seinen Maschinenpark für den Zuschnitt auf den neuesten Stand bringen", sagt Christof Stadel, Leiter Holzma Service. "Wir haben deshalb alle Rechner in den rund 30 Sägen überprüft, Updates installiert oder ältere Systeme präventiv ausgetauscht, um unnötige Stillstände künftig zu vermeiden."

Hinzu kamen weitere Umbauten speziell für die Kunststoffbearbeitung: So habe der Holzma Service bei einigen Sägen beispielsweise Sprüheinrichtungen nachgerüstet oder modernisiert, längere oder abklappbare Luftkissentische installiert und zum Teil die Gebläseleistungen erhöht. Auch wurden einige Maschinen mit Etikettendruckern für die Teilekennzeichnung sowie mit Schnittspaltschließern ausgestattet.

Anwenderwissen auf aktuellem Stand
Damit die Mitarbeiter in der Zuschnittoptimierung von ThyssenKrupp Plastics mit den Funktionen und Möglichkeiten der jüngsten Schnitt Profi(t) Version von Anfang an bestens vertraut sind, habe das Holzma Schulungsteam zeitgleich ein individuell abgestimmtes Trainingskonzept entwickelt. Die Mitarbeiter seien in mehreren Gruppenschulungen intensiv ausgebildet und im Holzma-Trainings-Center im Schwarzwald auf die Neuerungen vorbereitet worden. So soll sichergestellt werden, dass alle Anwender auf einheitlich hohem Wissensstand sind und die neuen Möglichkeiten voll ausschöpfen können.

Die Pilotinstallation der neuen Schnitt Profi(t) Software fand im Mai 2012 auf dem Zentralrechner von ThyssenKrupp Plastics statt. Der Roll-out wird voraussichtlich Mitte des Jahres beendet sein. Dann soll das Unternehmen über ein modernes Optimierungsnetzwerk mit 100 Schnitt Profi(t) Einzelplatzlizenzen verfügen.