12.06.2012

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Hornschuch: Gesteigerter Umsatz und Ertrag in 2011

Der in verschiedenen Branchen und Märkten aktive Dekorfolien-Hersteller Hornschuch meldet für das Geschäftsjahr 2011 einen Umsatzzuwachs um 21,8 % auf 200,1 Mio. Euro und 16,1 Mio. Euro der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung gegenüber 14,8 Mio. Euro im Vorjahr. Im Stammwerk Weißbach bei Heilbronn wurden mehr als 150 neue Mitarbeiter eingestellt. Die Exportquote lag demnach bei 68,4 %.

Die im ersten Quartal 2010 erworbene nordamerikanische O'Sullivan Films Inc. erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 90 Mio. US-Dollar Umsatz, was den weltweit erzielten Umsatz auf 286,7 Mio. Euro erhöhte. Im September startete der Betrieb der Streichfabrik für den amerikanischen Markt, womit Hornschuch nun vor Ort mit kürzeren Lieferzeiten Highperformance-Synthetics der Marke Skai produziert und vermarktet.

Bei 15,0 Mio. Euro Umsatz nach 10,2 Mio. Euro im Vorjahr erzielte die im November 2009 zu Dreivierteln erworbene Kek-Kaschierungen GmbH, Herbolzheim, ein positives Ergebnis.

Ein weiterer Schritt war der Erwerb der Lizenz an der Marke Alkor Decodesign, nachdem die bisherige Lizenzinhaberin Alkor-Venilia Insolvenz angemeldet hatte. "Nach dieser fundamentalen Marktveränderung und einem besonderen Kraftakt bei der Gewinnung, Übernahme und Belieferung der neuen Baumarkt- und Handelsketten sind wir europaweit fast überall flächendeckend gelistet", erklärt Vorstandsvorsitzender Rolf J. Gemmersdörfer.

Im ersten Quartal 2012 verzeichnete Hornschuch gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres weitere Zuwächse. Für das Gesamtjahr steht in der AG eine Umsatzsteigerung von 10 % bei entsprechend höherem Ertragsniveau im Plan. Allerdings geht der Vorstand davon aus, dass dabei die anhaltend hohen Energie- und Rohstoffpreise das Ergebnis erneut belasten werden.

Erfolg mit Diversifikation
Alle Geschäftsfelder haben nach Unternehmensangaben zum positiven Verlauf beigetragen. Home Decoration erzielte mit Produkten der Marke d-c-fix für Endverbraucher das unternehmensweit größte Wachstum, nachdem der Hauptwettbewerber im Consumer-Geschäft in Insolvenz gegangen war. Daraufhin vervielfachte Hornschuch europaweit seine Listungen im Handel und profitierte so den Angaben zufolge am meisten von der neuen Situation. Nach besonderen Anstrengungen zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit verzeichnete das Geschäftsfeld demnach im Gesamtjahr ein hohes zweistelliges Umsatzplus.

Unter dem Markendach Skai operierten 2011 vier Geschäftseinheiten mit Produkten für die industrielle Weiterverarbeitung. Alle entwickelten sich positiv. Die Covertech-Produkte für den Bau- und Objektbereich sowie das Traffic-Programm für die Automobil- und Verkehrsmittelindustrie trugen am stärksten zur Umsatzsteigerung bei. Ebenfalls ein Plus erreichte das Geschäftsfeld Furniture mit Küchen- und Möbelfolien. Auch Fashion mit Polstermaterialien und modischen Produkten erzielte leichten Zuwachs.

Über Hornschuch
Hornschuch produziert und vermarktet Designfolien, Funktionsfolien sowie Tischbeläge für Endverbraucher, Folien, Schaumfolien und beschichtete Trägermaterialien für die Möbel-, Automobil-, Textil- und Bauindustrie, Möbelfolien für Küchenoberflächen, Polstermaterialien, Spezial-Synthetics für Fahrzeuginnenräume sowie Fenster-, Tür- und Fassadenprofilfolien. Produktionsstandort und Unternehmenssitz befinden sich in Weißbach bei Heilbronn. Hier beschäftigt das Unternehmen rund 1.000 Mitarbeiter. Vertriebs-Tochtergesellschaften führt der Konzern in den für die Branche wichtigen europäischen Trend- und Entscheidungszentren in den Großräumen Paris, Mailand, Prag, Moskau und London. Hinzu kommen internationale Repräsentanzen.