01.04.2014

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IG Metall: Holz- und Kunststoffverarbeitende Industrie in Bayern - Tarifkommission fordert 4,5 Prozent

Die Tarifkommission der IG Metall für die Holz- und Kunststoffverarbeitende Industrie in Bayern hat am 26. März einstimmig ihre Forderung für die diesjährige Tarifrunde beschlossen: 4,5 Prozent mehr Entgelt und Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 60 Euro.

Bei ihrer Sitzung in Ingolstadt diskutierte die Tarifkommission die für die Forderungshöhe entscheidenden Faktoren, also die derzeit wirtschaftlich insgesamt solide Lage der Branche sowie die zu erwartende Entwicklung von Produktivität und Inflation.

Die überproportional hohe Forderung für die Auszubildenden wird unter anderem mit den speziellen demografischen Herausforderungen der Branche begründet. In Bayern wie auch bundesweit seien in der Möbelindustrie rund zwei Drittel der Arbeitnehmer zwischen 40 und 60 Jahre alt; der zweite IG Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann bewertete dies bei einer Auftaktveranstaltung der IG Metall zur Tarifrunde Ende Februar in Frankfurt als "demografische Zeitbombe" und unterstrich die Dringlichkeit, Holz- und Kunststoffbetriebe für Auszubildende und junge Menschen wieder attraktiver zu machen.

Der aktuell geltende Tarifvertrag läuft am 30. April aus, für den neuen Vertrag strebt die Tarifkommission eine Laufzeit von zwölf Monaten an. Zeitnah zum Beschluss der bayerischen Tarifkommission legen auch die Kommissionen der anderen Tarifbezirke ihre Forderungen fest, bevor in der zweiten Aprilwoche der Vorstand der IG Metall endgültig über die Forderungshöhe entscheidet. Die ersten Verhandlungen sollen noch im April stattfinden.

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