13/03/2012

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IKV: Arburg-Geschäftsführer Herbert Kraibühler erhält Georg-Menges-Preis 2012

Verleihung anlässlich des 26. IKV-Kolloquiums

Mehr als 600 Kunststoffexperten aus dem In- und Ausland besuchten das 26. Internationale Kunststofftechnische Kolloquium des IKV am 7. und 8. März 2012 in Aachen. Im Rahmen der Eröffnung des Kolloquiums verliehen der Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA, PlasticsEurope Deutschland und die Fördervereinigung des Instituts für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen Dipl.-Ing. Herbert Kraibühler den Georg-Menges-Preis 2012, geben Arburg und das IKV in einer gemeinsamen Pressemeldung bekannt.

Die Preisstifter würdigen seine herausragenden Verdienste um die Umsetzung von Erkenntnissen aus Forschung und Entwicklung sowie seinen Einsatz für eine kontinuierliche Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Die ausgezeichneten Leistungen Kraibühlers verdeutlichen auf besondere Art, dass nur über Forschung und konsequente Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse neue innovative Produkte entstehen können. Die Preisstifter betonten, dass seine Leistungen in besonderer Weise die Zukunft der Kunststoffverarbeitung mitgestalten.

Herbert Kraibühler sucht stets das direkte Gespräch zu Wissenschaftlern. Das ermöglicht es den Forschungseinrichtungen, ihre Aktivitäten an Themen auszurichten, die für die Kunststoffindustrie relevant sind. Arburg sei so in der Lage, Trends frühzeitig zu erkennen und in die industrielle Nutzung zu überführen.

Zu diesen Trends - heute etablierte Verfahren, Technologien und Prozesse - gehören u.a. die Funktionsintegration, die Modularisierung von Maschinen, die automatisierte Fertigung, Überlegungen zu Energieeffizienz oder auch die Prozessintegration von Spritzgießmaschinen (Stichwort Fertigungszelle). Ohne das Aufgreifen solcher Trends wäre eine wirtschaftliche Produktion am Hochlohnstandort Deutschland heute vielfach nicht mehr denkbar.

Die Forschung fördern Herbert Kraibühler und Arburg durch eine beispielhafte Unterstützung mit Maschinen und Maschinenkomponenten. Darüber hinaus bringt die Arburg-Veranstaltungsreihe "Technology on Tour" Technologien und Trends einem breiten Publikum aus der "erweiterten" Kunststoffbranche näher. Erweitert, weil zu den Teilnehmern neben Zulieferern, Kunden und Partnern, Branchenvertretern und Fachjournalisten auch Studierende, Auszubildende und Schüler zählen. Dabei ist Herbert Kraibühler auf diesen Veranstaltungen stets aktiv. Damit macht er den Werkstoff Kunststoff interessant und bekannt. Auch mit diesen Aktivitäten fördert Kraibühler den Austausch zwischen Hochschule und Industrie.

Mit seinem Tun und Schaffen folgt Herbert Kraibühler direkt und vorbildlich dem originären Gedanken des Georg-Menges-Preises.

Der Preisträger
Dipl.-Ing. Herbert Kraibühler wurde 1950 geboren. Nach seiner Ausbildung zum Maschinenschlosser bei Arburg begann er in Karlsruhe ein Studium der Feinwerktechnik mit Schwerpunkt Kunststofftechnik. 1972 stieg er in die Arburg-Entwicklungsabteilung ein. Nach verschiedenen Stationen als Gruppenleiter, Abteilungsleiter und Bereichsleiter ist er seit 1996 Geschäftsführer Technik bei Arburg. Kraibühler war über Jahrzehnte ein Wegbegleiter des technischen Pioniers Karl Hehl (1923-2010). Hehl entwickelte 1954 die weltweit erste kleine Spritzgießmaschine für den Eigenbedarf. Die Nachfrage nach dieser vielseitigen Maschine war so groß, dass sie bereits 1956 in Serie gefertigt wurde und die Kunststoffverarbeitung in der Folge revolutionierte.

Über den Georg-Menges-Preis
Der Georg-Menges-Preis würdigt Leistungen in der kontinuierlichen Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft auf dem Gebiet der Kunststoffverarbeitung. Er wird an herausragende Persönlichkeiten oder Gruppen verliehen, die sich bei der Umsetzung von Erkenntnissen aus Forschung und Entwicklung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft verdient gemacht haben, und will zum Dialog und zur Kooperation zwischen Wirtschaft und Forschungseinrichtungen ermutigen. Für diese Idee des Georg Menges Preises steht Kraibühler, wie zahlreiche Projekte zeigen, die er mit Forschungseinrichtungen wie dem IKV durchgeführt hat.