09.04.2015

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IKV: Deutsche Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse e.V. gegründet - IKV Gründungs- und Prof. Hopmann Präsidiumsmitglied

Die Deutsche Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse e.V., die am 29. Januar 2015 gegründet wurde, präsentierte sich am 24. März 2015 der Öffentlichkeit mit einer Festveranstaltung. Derzeit bereichern 68 rechtlich eigenständige und gemeinnützige Forschungsinstitute die Vereinigung, darunter das IKV als Gründungsmitglied. Die beteiligten Forschungseinrichtungen, die thematisch breit aufgestellt sind, beschäftigen weit über 5 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch die Kunststoffforschung ist mit einigen Instituten vertreten. Alle Gründungsmitglieder verbinden gemeinsame Ziele, nämlich die Forschung und Entwicklung insbesondere für die mittelständische Wirtschaft sowie die Aus- und Weiterbildung.

Der Schritt, eine neue Forschungsgemeinschaft zu gründen, liegt nahe. Der innovationsstarke deutsche Mittelstand betreibt im Vergleich zu anderen Nationen sehr viel Industrieforschung. Um ihre Wettbewerbsvorteile zu sichern, ist der Mittelstand auf anwendungsnahe, wissenschaftliche Forschungsaktivitäten angewiesen. Diese Art von Forschung betreibt in Deutschland eine Vielzahl von eigenständigen und gemeinnützigen Forschungseinrichtungen. Um die beiden Player Wissenschaft und Wirtschaft noch enger aneinander zu binden und daraus Wettbewerbsvorteile zu generieren, gründeten mehr als die Hälfte der geschätzt rund 130 Forschungseinrichtungen jetzt die Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse e.V..

Präsident der jungen Forschungsgemeinschaft ist Dr.-Ing. Ralf Bauer, Leiter des Thüringischen Instituts für Textil- und Kunststoff-Forschung e. V. Auch das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen engagiert sich in der Gemeinschaft. IKV-Institutsleiter Prof. Dr.-Ing. Christian Hopmann wurde zum Mitglied des Präsidiums und Dr.-Ing. Kai Fischer, Wissenschaftlicher Direktor am IKV, in den 20-köpfigen Innovationsrat gewählt.

Professor Hopmann bringt die Motivation für die Gründung der Gemeinschaft auf den Punkt: "Die anwendungsnahe Forschung ist Grundlage für den Wachstumsmotor Mittelstand. Bei immer kürzeren Innovations- und Produktlebenszyklen kann im Wettbewerb nur der bestehen, der einen direkten und engen Zugang zu Forschungseinrichtungen besitzt. Dafür schafft die Zuse-Gemeinschaft eine Plattform."

Konrad Zuse, der Computerpionier, der 1941 den ersten frei programmierbaren Computer Z3 erfand, ist Namensgeber der neuen Gemeinschaft. Damit will sich der neu gebildete Zusammenschluss der auf Anwendungsnähe orientierten Industrieforschungseinrichtungen neben den großen Grundlagen orientierten Forschungsgemeinschaften Max Planck, Leibniz und Helmholtz einen Namen machen.

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