24.09.2012

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IKV: Plasmatechnologie in der Kunststoffverarbeitung

Das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) www.ikv-aachen.de in Industrie und Handwerk an der RWTH lädt zur Fachtagung "Plasmen in der Kunststoffverarbeitung - Technologien und Anwendungen" am 4. und 5. Dezember 2012 nach Aachen ein. Experten aus Industrie und Forschung werden aktuelles Know-how zum Thema vermitteln. Tagungsleiter und Moderator der Veranstaltung ist Dr.-Ing. Matthias Kalwa, Hella KGaA Hueck & Co., Lippstadt.

Die plasmagestützte Oberflächenveredelung von Kunststoffprodukten bietet im Vergleich zu zahlreichen anderen Verfahren umweltverträgliche und hochwertige Lösungen, um das Einsatzspektrum von Kunststoffen gezielt zu erweitern. So sind bereits vielfältige Anwendungen der Plasmatechnologie im Vakuum oder bei Normaldruck industriell etabliert. Die Feinstreinigung von verschmutzten Bauteilen mittels Plasmapolymerisation ist heutzutage genauso Stand der Technik wie die Plasmaaktivierung von Kunststoffteilen zur Verbesserung der Adhäsion vor dem Verkleben, Beschichten oder Lackieren. Durch die im Plasma abgeschiedenen Dünnschichten können Kunststoffe kratzfest, leitfähig oder reibungsoptimiert ausgestattet werden. Weitere Anwendungen im industriellen Maßstab sind beispielsweise im Verpackungssektor die Barrierebeschichtung von Kunststoffverpackungen, z. B. von PET-Flaschen, oder in der Medizintechnik die Beschichtung von Kontaktlinsen mit hydrophilen plasmapolymeren Schichten.

Auf der IKV-Fachtagung werden sowohl etablierte als auch neuartige Funktionalitäten sowie geeignete Verfahren zur Veredelung von Kunststoffen präsentiert. Hierzu werden die notwendige Anlagentechnik sowie Möglichkeiten der Qualitätssicherung und Prozesskontrolle thematisiert. Die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen werden aus Sicht der Anlagenbauer und Anwender beleuchtet. Durch vielfältige Beispiele aus Industrie und aktueller Forschung sowie der Darstellung neuer Trends wird das Programm abgerundet.

Das IKV erwartet Referenten u.a. aus folgenden Instituten und Unternehmen: Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Freudenberg Forschungsdienste, HELLA Hueck, PINK Vakuumtechnik, PLASUS Ingenieurbüro und SINGULUS Technologies. Vorträge aus dem IKV ergänzen das Programm mit Beiträgen aus der aktuellen Plasma-Forschung.

Die Veranstaltung wendet sich an alle, denen bislang das Potenzial von Plasmen zur Modifikation von Kunststoffprodukten noch nicht oder nicht hinlänglich bekannt ist. Ziel ist es, einen Eindruck vom breiten Anwendungsspektrum etablierter und neuartiger Plasmaprozesse in der Kunststoffverarbeitung aufzuzeigen. Diese Veranstaltung soll motivieren, die Plasmatechnologie selbst oder in Lohnfertigung einzusetzen. Sie bietet zudem die Möglichkeit, neue Kontakte mit anderen Interessierten und Experten dieses Fachgebiets sowie mit Anwendern und Anbietern dieser Technologie zu knüpfen.

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