18.12.2015

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ILK: Leichtbau-Institut der TU Dresden erweitert Labor für generative Fertigung um multifunktionale Preforming-Anlage

Mit dem Aufbau einer multifunktionalen Preforming-Anlage der Compositence GmbH erweitert das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der Technischen Universität Dresden sein Innovationslabor für generative Fertigung. Die ILK-Wissenschaftler sind damit in der Lage, komplexe räumliche Strukturen aus endlosfaserverstärkten Thermoplasten herzustellen.

Die neue Anlage ermöglicht eine schnelle Ablage mehrerer faserverstärkter Thermoplast-Tapes, die individuell, belastungsgerecht und endkonturnah auf räumlichen Strukturen abgelegt werden können. Im Rahmen von künftigen Forschungsaktivitäten am ILK werden in Kooperation mit der Compositence GmbH die Anlage und der Verarbeitungsprozess genutzt und gezielt weiterentwickelt, um die Fertigung von maßgeschneiderten Leichtbaustrukturen beispielsweise für die Automobil- und Luftfahrtindustrie zu ermöglichen. Ein Ziel der ILK-Forscher ist etwa die verschnittfreie Herstellung eines kompletten Karosserie-Seitenteils - inklusive der Anbindungselemente für Gurte, Scharniere oder Fenster sowie Funktionselementen wie Lautsprechern oder Beleuchtung - in einem Fertigungsschritt.

Stärkung der Forschungsregion Dresden
Das ILK mit den Kompetenzzentren Leichtbau-Innovationszentrum (LIZ), Kunststoff-Anwendungszentrum (KAZ) sowie Prozess-Entwicklungszentrum (PEZ) bildet den Kern des Leichtbaucampus der TU Dresden in Dresden-Johannstadt. Mit dem Aufbau der neuen Anlage im Freitaler Technologie- und Gründerzentrum erschließt das ILK einen neuen Standort zur Stärkung der Forschungsregion Dresden.

ILK-Vorstandsmitglied Prof. Dr.-Ing. rer. nat. Hubert Jäger zur Standorterweiterung: "Im Zeitalter globaler, weltumspannender Vernetzung dürfen die lokalen Beziehungen nicht in den Hintergrund treten." Vorstandsmitglied Prof. Dr.-Ing. habil. Maik Gude weiter: "Mit der stetigen Ausweitung unseres Technologieparks und der Erweiterung unseres Leichtbaustandortes gehen wir einen großen Schritt, um unsere Leichtbau-Kompetenzen nachhaltig zu stärken und auszubauen."

Die Beschaffung der Preforming-Anlage "RoboMAG-T" wurde aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Freistaates Sachsen gefördert.

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