06/02/2012

INTERPLASTICA 2012 – Positive Perspektiven im russischen Markt für Kunststoffe und Kautschuk

20.000 Experten besuchten die führende Messe in Moskau/
Aussteller verzeichnen sehr lebhafte Nachfrage


Russlands Wirtschaft wächst wieder! Die Folgen der globalen Krise sind weitestgehend überwunden, und auch wenn die Dynamik der Vorkrisenjahre noch nicht ganz zurückgekehrt ist, so ist doch ein Aufschwung in allen Bereich spürbar. Im Markt für Kunststoffe und Kautschuk bereits sehr deutlich. Die Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen, allen voran des Verpackungssektors, führt zu einer wachsenden Nachfrage nach Kunststoff- und Gummierzeugnissen. Auch die Bauindustrie hat sich wieder belebt, weniger durch große Neubauprojekte, aber durch umfangreiche landesweite Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen, für die z.B. Isolierungsmaterial, Rohre, Fensterprofile etc. benötigt werden. In den vergangenen Jahren sind zahlreiche kleine und mittelständische Firmen entstanden, die nicht zuletzt dank staatlicher Unterstützung in den Ausbau bestehender Kapazitäten und den Aufbau neuer Anlagen investieren, was zu sehr positiven Perspektiven für den Absatz von Rohstoffen und Kunststoff- und Gummimaschinen führt.

Die INTERPLASTICA 2012, Internationale Fachausstellung Kunststoffe & Kautschuk, profitierte vom Aufschwung der Branche und untermauerte eindrucksvoll ihre Führungsposition im Land. Neue Projekte mit bereits bekannten Geschäftspartnern und viel versprechende neue Kontakte sorgten für Zufriedenheit bei den 550 Ausstellern aus 28 Ländern. Rund 20.000 Fachleute aus ganz Russland und den Nachbarstaaten kamen vom 24. bis 27. Januar ins Moskauer Messegelände SAO Expocentr in Krasnaja Presnja, um sich über Innovationen aus den Bereichen Maschinenbau, Rohstoffherstellung und –verarbeitung zu informieren und die gleichzeitig stattfindende UPAKOVKA/UPAK ITALIA, Fachmesse für Verpackungsmaschinen, Verpackungsproduktion und Packmittel, zu besuchen. Damit wurde das sehr gute Ergebnis der Vorveranstaltung erneut erreicht.

„Gerade für die internationalen Aussteller der INTERPLASTICA zahlt sich nun aus, dass sie auch in Krisenzeiten Präsenz gezeigt und den Kontakt zu ihren russischen Partnern aufrecht erhalten haben“, bilanziert Werner M. Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf. “Nun, da die Geschäfte wieder deutlich an Fahrt gewinnen, profitieren sie vom günstigen Investitionsklima, ihre Auftragsbücher sind gut gefüllt. Die Fachbesucher nutzen hier auf der INTERPLASTICA die einmalige Gelegenheit, die Neuentwicklungen des Weltmarktes kennenzulernen und gleich vor Ort mit den Anbietern zu verhandeln.“

Insbesondere für die deutschen Hersteller von Kunststoff- und Gummimaschinen hat sich im vergangenen Jahr der Aufschwung der russischen Industrie ausgezahlt. Ihre Exportlieferungen nach Russland beliefen sich in den ersten elf Monaten 2011 auf 169 Mio. Euro und lagen damit um stattliche 62 Prozent über denen des Vorjahreszeitraums. Deutschland bleibt auf Platz 1 der wichtigsten Lieferländer für die Kunststoff- und Kautschukverarbeiter in Russland, im Jahr 2010 betrug sein Anteil 31,1 Prozent am Gesamtexport, gefolgt von Italien mit 13,3 Prozent und China mit 12,5 Prozent.

Bernd Nötel vom Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA, sieht auch für die kommenden Jahre gute Perspektiven für den Maschinenabsatz: „In Russland will man den eigenen Anteil an der Wertschöpfungskette deutlich ausweiten. Daher setzt man nicht mehr allein auf den Export von Rohstoffen wie z.B. Öl, sondern investiert auch in die Weiterverarbeitung. Davon profitiert die heimische Kunststoffherstellung und auch –verarbeitung. Moderne Maschinen sind unabdingbar, um im Wettbewerb bestehen zu können, es besteht nach wie vor großer Ersatz- und Modernisierungsbedarf. Deutsche Anlagen werden aufgrund ihrer hochwertigen Qualität und modernster Technik sehr geschätzt, deutsch-russische Geschäftsbeziehungen haben oft lange Bestand. Dazu gehört auch, dass den Abnehmern umfangreiche Schulungsmaßnahmen und Services angeboten werden.“

Neben Russland und Deutschland stellte Italien traditionell das größte Austellerkontingent. Mario Maggiani vom italienischen Maschinen-bauverband Assocomaplast bestätigt wie sein deutscher Kollege die Bedeutung des russischen Marktes für die Anbieter von Kunststoff- und Gummimaschinen. „Die Signale sind äußerst positiv, auch wenn die Erholung in Russland zögernder verläuft als in den übrigen BRIC-Staaten. Noch haben wir bei den Exporten nach Russland das Vorkrisenniveau nicht wieder erreicht, doch die Nachfrage hat stark angezogen und wir sind sehr zuversichtlich, dass die kommenden Monate erfreulich verlaufen werden. Insbesondere der Verpackungssektor sorgt für gute Geschäfte, aber auch im Baubereich sind verstärkte Aktivitäten zu bemerken, vor allem durch Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen. Unsere Unternehmen haben Vertrauen in den russischen Markt.“

Die Fachbesucher zeigten sich vor allem an neuen, anspruchsvollen Technologien und Systemlösungen interessiert. Viele kamen gut informiert und mit konkreten Anfragen zur INTERPLASTICA. Die Messe wurde bereits zum 15. Mal von der Messe Düsseldorf und ihrer Tochtergesellschaft Messe Düsseldorf Moskau OOO veranstaltet.

Die nächste INTERPLASTICA in der russischen Hauptstadt wird vom 29. Januar bis 1. Februar 2013 stattfinden, erneut parallel zur UPAKOVKA/UPAK ITALIA.

Nähere Informationen bei der Messe Düsseldorf GmbH

Stefan Koschke
Tel. 0211/4560-7768
Email: KoschkeS@messe-duesseldorf.de

Claudia Wolfgram
Tel. 0211/4560-7712
Email WolfgramC@messe-duesseldorf.de