06/05/2013

Max-Planck-Institut für Polymerforschung

In einer Klasse mit Robert DeNiro und Anne-Sophie Mutter

In illustrer Gesellschaft befindet er sich dort: Gemeinsam mit Nobelpreisträgern, Pulitzerpreisträgern, Oscar- und Grammy-Gewinnern wurde Klaus Müllen, Direktor am MPI für Polymerforschung, als Ehrenmitglied in die “American Academy of Arts and Sciences“ aufgenommen. Mit ihm teilen die Ehrung in diesem Jahr u.a. der Schauspieler Robert DeNiro, die Jazzlegende Herbie Hancock und der Nobelpreisträger für Physik Serge Haroche. Klaus Müllen bekommt die Mitgliedschaft für seine herausragenden Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Synthetischen Chemie verliehen.

Die Akademie mit Sitz in Cambridge, Massachusetts (USA) wurde 1780 in den Wirren des Unabhängigkeitskrieges gegründet. Seither nimmt sie alljährlich Wissenschaftler, Künstler, Journalisten und gesellschaftliche Persönlichkeiten von „herausragender Begabung und Bedeutung“ aus den USA in ihre Reihen auf. Hinzu gesellt sich jeweils ein kleiner Kreis internationaler Persönlichkeiten. Zum Jahrgang 2013 gehören neben Müllen noch 13 weitere Ehrenmitglieder, unter ihnen die Violinistin Anne Sophie Mutter.
Die Akademie hat sich zum Ziel gesetzt, die führenden Köpfe der Gesellschaft in einem Forum zu vereinen. Dieses Forum setzt sich mit den kritischen drängenden Fragen der heutigen Gesellschaft auf allen Gebieten der Natur- und Geisteswissenschaften sowie der Politik auseinander und bemüht sich um die Förderung von Kunst und Wissenschaft im Interesse der Allgemeinheit.

Zu vormaligen Mitgliedern zählen etwa George Washington, Benjamin Franklin, Albert Einstein oder Winston Churchill. Unter den aktuell insgesamt über 4.000 Auserwählten und 600 internationalen Ehrenmitgliedern befinden sich 250 Nobelpreisträger.
„Solche Auszeichnungen sind Alterserscheinungen“, erklärt Klaus Müllen augenzwinkernd über die Ehrung. „Natürlich ist mir das eine große Ehre in einen Kreis mit solchen Namen aufgenommen zu werden. Und ich fasse das als eine Würdigung unserer Forschungsarbeit auf.“

Innovationen und Wissenstransfer

Müllen begründete 1989 den Arbeitskreis für Synthetische Chemie am MPI für Polymerforschung. Seine bisherigen Forschungsergebnisse setzten zahlreiche Impulse für praktische Anwendungen und sind Grundlage für innovative Entwicklungen bei Werkstoffen sowie für die gesamte chemische Industrie. Darüber hinaus ist Müllen ständig bestrebt, seine Kenntnisse weltweit zu teilen und weiterzugeben. Regelmäßig ist er daher auf zahlreichen Symposien, Konferenzen und Seminaren präsent. Mit über 1.300 veröffentlichten Artikeln in führenden chemischen Fachzeitschriften und zahlreichen Patenten sorgt er als Mittler für regen wissenschaftlichen Austausch. Des Weiteren trug er durch seine Tätigkeit als Präsident der Gesellschaft Deutscher Chemiker und seiner Mitarbeit in vielen nationalen und internationalen Forschungsprojekten in entscheidendem Maße zur Weiterentwicklung der Polymerforschung bei.

Max-Planck-Institut für Polymerforschung

Das 1984 gegründete Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI-P) zählt zu den international führenden Forschungszentren auf dem Gebiet der Polymerwissenschaft. Durch die Fokussierung auf so genannte weiche Materie und makromolekulare Materialien ist das Max-Planck-Institut für Polymerforschung mit seiner Forschungsausrichtung weltweit einzigartig. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem In- und Ausland arbeiten im Rahmen der Grundlagenforschung an der Herstellung und Charakterisierung von Polymeren und der Untersuchung ihrer physikalischen und chemischen Eigenschaften. Anfang 2013 sind insgesamt etwa 550 Personen am MPI-P beschäftigt: Die Belegschaft setzte sich aus 130 Wissenschaftlern, 165 Doktoranden und Diplomanden, 70 Gastwissenschaftlern und 190 technischen und Verwaltungsangestellten sowie Hilfskräften zusammen.

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