18.03.2010

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Incoe: Nadelhubsteuerung für hochwertige Oberflächen beim Kaskadenspritzguss

Die zum Patent angemeldete Heißkanal-Nadelhubsteuerung Softgate soll die beim Kaskadenspritzguss gefürchteten Druckumschlagsmarkierungen vermeiden. Wenn es um die Formfüllung in Kaskade gehe, so Anbieter Incoe, habe man nun ein präzise einstellbares Werkzeug gegen Fehlstellen, die mit schlagartigen Änderungen von Druck und Geschwindigkeit der Schmelze zusammenhängen. Dies sei besonders wichtig bei Sichtteilen, beispielsweise mit genarbten Oberflächen. Aber auch wenn weitere Fertigungsschritte wie Lackieren oder Beschichten vorgesehen seien, müssen Oberflächenfehler vermieden werden, da diese durch die Nachbehandlung noch deutlicher sichtbar werden können.

Das Druckumschlagsphänomen ist eine Konsequenz aus dem Kaskadenspritzguss mit Nadelverschluss-Systemen. Mit Sicherheit ausschließen kann man die Sichtbarkeit bisher mit einfachen Mitteln nicht. Erst das gesteuerte Öffnen der Nadel vermeidet das explosionsartige Eindringen der Schmelze in einen vorhandenen Schmelzefluss und damit auch die Druckumschlagsmarkierung. Softgate besteht aus einem Steuerungsblock, der den Hydraulikkreislauf außerhalb des Werkzeuges integriert, sowie einer Kalibriereineinheit mit deren Hilfe für jede einzelne Nadel eine entsprechende Öffnungszeit eingestellt werden kann. Das Konzept sieht auch das Nachrüsten mit geringem Aufwand in bestehende Werkzeuge vor – ein entscheidender Vorteil, wenn bei den ersten Musterteilen Fehlstellen auftreten. Mit vergleichsweise geringem Aufwand soll sich große Wirkungen erreichen lassen - und die Risiken minimieren.

Weitere Informationen: www.incoe.de

VDI-Tagung „Kunststoffe im Automobilbau“, 17.-18. März 2010, Mannheim, Stand 29