26.05.2014

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Incoe: Neue Europazentrale in Rödermark feierlich eröffnet

Der weltweit aktive Hersteller von Heißkanalsystemen, Incoe International Europe, hat am 16. Mai 2014 sein neues Produktions- und Verwaltungsgebäude in Rödermark südlich von Frankfurt offiziell eingeweiht. Mit der symbolischen Schlüsselübergabe durch CEO Eric J. Seres Jr an Gunnar Gramatzki, den General Manager in Rödermark, einem Eröffnungsseminar, Firmenführungen sowie abendlicher Party mit vielen Kunden und Partnern wurde die Europazentrale feierlich eröffnet.

Bezogen hatte Incoe seinen komplett neu gebauten Standort in der Nähe der alten Betriebsgebäude nach nur siebenmonatiger Bauzeit eigentlich schon Mitte November. Die Fertigstellung sei pünktlich und innerhalb des Finanzplans erfolgt, den Umzug aller Abteilungen habe man innerhalb von 24 Stunden geschafft, konnte Gramatzki berichten. Der Gebäudekomplex besteht aus zwei angegliederten Trakten auf einem über 14.000qm großen Grundstück. Damit stehen dem Heißkanalhersteller etwa 1.800qm Bürofläche und 3.400qm Produktionsfläche zur Verfügung - Erweiterungen um weitere 250 bzw. 600qm sind am selben Ort möglich und wurden bei der Planung bereits berücksichtigt.

Insgesamt seien bislang 8 Mio. Euro in die neue Europazentrale investiert worden, welche drei kleinere Gebäude ersetzt, die im selben Gewerbepark jeweils einige hundert Meter voneinander entfernt lagen.

Prozessoptimierung, mehr Kosten- u. Produktionseffizienz und höhere Kapazität
Von der Zusammenführung aller Abteilungen an einem Ort verspricht sich Incoe in mehreren Bereichen Prozessoptimierungen, die zu Verkürzungen der Durchlaufzeiten und zu einer Senkung von Revisionen führen sollen. Damit sollen der Kundennutzen erhöht und die Lieferzeiten gesenkt werden, was zusammen mit noch mehr Kosteneffizienz das weitere Wachstum treiben soll, so das Ziel von Incoe. Produktionskapazitäten seien am neuen Standort reichlich vorhanden, so das Unternehmen weiter.


Aktuell arbeiten nach Angaben des Unternehmens in Rödermark rund 160 Mitarbeiter, darunter acht Auszubildende. Pro Woche würden aktuell rund 40-80 Heisskanalsysteme ausgeliefert, davon rund die Hälfte innerhalb Deutschlands, die andere Hälfte in ganz Europa. Die dafür notwendige Kommunikation mit den Kunden könnten die Mitarbeiter in den Abteilungen Vertrieb, Anwendungstechnik und Konstruktion insgesamt in elf verschiedenen Sprachen führen.

In der Produktion verfügt Incoe in Rödermark u.a. neben der Abteilung Montage über eine eigene Fräserei, Dreherei sowie Schleiferei und baut auch die Heizsysteme selber. Die Fertigungstiefe im Werk gibt Incoe mit rund 70 Prozent an.

Zufriedenheit und Zuversicht bei den Verantwortlichen in Europa und aus den USA
"Bisher mussten Abteilungen wie Anwendungstechnik, Konstruktion und Montage in drei überwiegend angemieteten Gebäudekomplexen koordiniert werden", erläutert Gunnar Gramatzi, General Manager in Rödermark. Bei der Planung für die Europazentrale habe man die gestalterischen Möglichkeiten für eine effektive Produktion, Verwaltung und Kundenbetreuung ausgeschöpft und alle Bereiche nach Lean-Management-Richtlinien angeordnet. Selbstverständlich habe man auch moderne Energiekonzepte umgesetzt unter Berücksichtigung wichtiger Details, beispielsweise eines klimatisierten Qualitätssicherungslabors.

Bereits in seiner Ansprache zur Grundsteinlegung (siehe auch plasticker-News vom 03.06.2013) hatte CEO Eric J. Seres deutlich gemacht, dass die Zentrale in den USA von dem anhaltenden Erfolg in Europa überzeugt sei und die Investition in eine neue Europazentrale im Herzen Europas ein konsequenter Schritt sei. Darüber hinaus gebe es auch in China und den USA Erweiterungsprojekte. Incoe sei weltweit in den letzten Jahren gewachsen, und man werde alles tun, um den Ansprüchen der Kunden an jedem Standort gerecht zu werden mit enger Zusammenarbeit, schnellstmöglicher Lieferung und auch wegweisenden Technologiepartnerschaften.

Vertrauen in den europäischen Markt
Der President von Incoe International, Robert J. Hoff, erläuterte dazu, dass man die mittel- und langfristige Marktentwicklung in Europa als stabil einschätze, dass Incoe in Deutschland wie Europa in der letzten Zeit Marktanteile gewonnen habe und man hier auch in Zukunft weiter wachsen wolle. Somit sei die aktuelle Investition ein Bekenntnis zu Europa, auch wenn in China das Wachstum höher sei. Kennzeichnend für den hiesigen Markt sei eine hohe Komplexität der Teile und der Verarbeitungsprozesse, die für eine hohe Wertschöpfung sorge.

Genaue Unternehmenszahlen nannte Hoff nicht, sagte aber, dass Incoe insgesamt eine "100 Mio. Dollar-Firma" sei und der Umsatz zu etwa gleichen Teilen aus Nordamerika, Asien und Europa stamme. Weltweit sieht sich Incoe unter den ersten fünf aller Heißkanalhersteller. Der Umsatzanteil der Automobilkunden, momentan noch rund 2/3, sei leicht rückläufig, weil andere Bereiche zur Zeit schneller wüchsen. Incoe will auch in Zukunft im Familienbesitz bleiben und inhabergeführt aus eigener Kraft wachsen. Wachstum durch Übernahmen gehöre nicht zur Strategie, so Hoff weiter.

Über Incoe
Das Unternehmen Incoe - Der Name steht für INjection COntrol Engineering - wurde 1958 gegründet und befindet sich seither im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen sieht sich als Pionier auf dem Gebiet der Heißkanaltechnik. Heute entwickelt und produziert Incoe weltweit Heißkanalsysteme für alle Bereiche des Kunststoffspritzgusses. Die Niederlassung in Europa wurde 1975 gegründet. Mit den Fertigungsstätten in den USA, Deutschland, China, Brasilien und Singapur will man die Kunden direkt vor Ort bedienen. Das Service-Netzwerk umspannt nach Firmenangaben über 35 Länder. Incoe will damit ein breites Anwendungsspektrum seines Heißkanalprogramms bieten, mit technischen Lösungen für die unterschiedlichen Märkte: Automobil, Verkehrswesen, Elektronik, Medizintechnik, Technische Teile allgemein, Verpackung, Kosmetik und Haushaltswaren. Der Automobilanteil liegt dabei bei etwa zwei Dritteln.

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