13.11.2013

Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK

Individuelle Produkte robust fertigen

Generative Fertigungsverfahren wie 3D-Drucken oder Laserstrahlschmelzen sind Schlüsseltechnologien für eine bedarfsgerechte, effiziente Produktion, die flexibel auf Kundenwünsche reagieren kann. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF macht das Fraunhofer IPK die Verfahren und zugehörige Prozesse fit für einen flächendeckenden Einsatz in der Industrie.

Wer in Zukunft wettbewerbsfähige Produkte anbieten möchte, braucht flexbile und hocheffiziente Produktionsverfahren – das gebieten nicht nur knappe Ressourcen und ökologische Aspekte, sondern auch differenzierte Kundenwünsche, die zu hoher Variantenvielfalt bei geringer Stückzahl pro Variante führen. Die generativen Fertigungsverfahren bieten dafür großes ­Potenzial – ihr wirtschaftlicher Einsatz ist allerdings mit einigem Optimierungsbedarf verbunden. Dazu gehören:

- die Entwicklung von flexiblen Prozessketten, die auf generativen Verfahren aufsetzen,
- ihre Ausstattung mit Prozessüberwachungs- und Zustandserfassungssystemen, die eine robuste, möglichst fehlerfreie Produktion gewährleisten,
- die Optimierung der entwickelten Prozessketten für verschiedene Anwendungsszenarien.

Diesen Zielen widmet das Fraunhofer IPK ein groß angelegtes Forschungsvorhaben. Es wird für die Branchen Turbomaschinen, Luftfahrt, Werkzeugbau und Konsumgüterindustrie generative Prozessketten entwickeln, die den gesamten Produktlebenszyklus berücksichtigen – insbesondere die Bereiche Design, Fabrikplanung, Fertigung, Qualitätsmanagement sowie Recycling. Damit leistet das Institut einen zentralen Beitrag zum Konsortium »Additiv-generative Fertigung – Die 3D-Revolution zur Produktherstellung im Digitalzeitalter« – einer der zehn Gewinner des Forschungsprogramms »Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation« des BMBF. 59 ­Projektkonsortien mit über 1000 vorwiegend ostdeutschen Partnern bewarben sich um den 500 Millionen Euro umfassenden Fördertopf. Im vom Fraunhofer IWS koordinierten Verbund »Additiv-generative Fertigung« kooperieren über 40 Partner aus Industrie und Wissenschaft.

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